Aktienfonds: Langfristig lohnt sich die Anlage fast immer

Fondspolicen Berater Versicherungen von RENÉ WEIHRAUCH

Besonders jüngere Kunden können von einer fondsgebundenen Rentenversicherung auf Aktienbasis enorm profitieren. Mit diesen Argumenten können Makler in der Beratung punkten.

Anlagehorizont. Bild: AdobeStock/IRStone

Ein längerer Anlagehorizont reduziert das Risiko. Bild: AdobeStock/IRStone

Zeit ist Geld. Nirgendwo gilt diese alte Erkenntnis so eindeutig wie bei der langfristigen Anlage in Aktienfonds, wie sie auch fondsgebundene Rentenversicherungen nutzen. Je länger hier Geld investiert wird, desto größer sind die Renditechancen und desto kleiner ist das Risiko von Verlusten.

Besonders trifft das bei fondsgebundenen Rentenversicherungen auf ETF-Basis zu. Beispiele, mit denen Makler ihren Kunden die Chancen dieser Anlageform vermitteln können, gibt es reichlich. So ist beispielsweise der Wert eines ETF, der den DAX abbildet, in den vergangenen 20 Jahren um mehr als 80 Prozent gestiegen. Geht man weiter in die Vergangenheit zurück, präsentiert sich die DAX-Entwicklung noch prächtiger: Bei seiner Gründung 1988 startete der Index mit 1.163 Punkten – im April 2021 übersprang er erstmals die Marke von 15.000 Punkten. Damit stieg er annähernd um das 13-fache. Auch schwere Krisen wie die derzeitige Pandemie oder die Finanzkrise 2008 wurden also auf Dauer immer wieder mehr als ausgeglichen.

Niedrige Kosten und steuerliche Vorteile sind weitere Pluspunkte, die ETF-Rentenversicherungen auszeichnen. Am stärksten können dementsprechend junge Kunden von einer fondsgebundenen Rentenversicherung über Aktien profitieren. Sie sind wegen der langen Laufzeit in der Lage, Kursschwankungen auszusitzen und Risiken zu minimieren. Wie rapide die Verlustwahrscheinlichkeit etwa bei Aktien des DAX mit den Jahren abnimmt, zeigt eine Untersuchung des Deutschen Aktieninstituts. Danach sank sie in der Vergangenheit zwischen 1967 und 2015 bereits nach zehn Jahren deutlich und erreichte nach 20 Jahren 0 Prozent (siehe Grafik).

Selbstverständlich müssen Kunden darauf hingewiesen werden, dass trotz aller Statistiken niemand die Entwicklung in der Zukunft voraussehen und weitere Steigerungen garantieren kann. Ein Restrisiko bleibt immer. Es lässt sich jedoch – neben der Langfristigkeit der Anlage – auch durch eine möglichst breite Streuung minimieren. Hier ist zum Beispiel der MSCI World Index zu nennen, der die Entwicklung von 1.600 Unternehmen aus 23 Industriestaaten aus vielen unterschiedlichen Branchen abbildet. Noch breiter ist der MSCI All Country World gestreut, der auf die 2.500 größten Unternehmensaktien der Welt setzt. Er bildet damit quasi die Weltwirtschaft inklusive Schwellenländer ab.

Neben ETFs bieten auch klassisch aktiv gesteuerte Fonds gute Renditemöglichkeiten. Neuere Untersuchungen zeigen aber, dass ETFs mit breiter Streuung oft noch bessere Ergebnisse erzielen. So ermittelten Experten für den amerikanischen S&P-500-Index, dass rund 95 Prozent der aktiv gemanagten Fonds hinter der Entwicklung dieses Index zurückblieben. Ein ETF, der den S&P 500 abbildet, hätte hier also eine höhere Rendite erzielt.