Neuer Google-Suchindex: So bleiben Versicherungsmakler-Homepages weiter sichtbar

Florian Burghardt Digital Berater Top News

procontra: Was sollten Makler nun auf technischer Seite tun, um nicht ins Hintertreffen zu geraten?

Glorius: Manche Makler lassen sich ein schönes Bild vom Fotografen schießen und packen das dann eins zu eins auf ihre Internetseite. Falls man sehr große Bilddateien von etwa zehn Megabyte auf seiner Internetseite hat, sollte man die Bilder mal herunternehmen und beispielsweise mit Photoshop auf eine geringere Größe anpassen. Quasi jedes Bildbearbeitungsprogramm hat heute eine ‚Für-Web-Speichern‘-Funktion, die so etwas erledigt. Das spart den Besuchern Zeit beim Laden der Seite und das wiederum führt zu einer besseren Nutzererfahrung und die zu einem besseren Google-Ranking.

Außerdem sollte jede Internetseite eine Metabeschreibung haben. Das sind die zwei Zeilen Text, die bei Google-Suchergebnissen unter dem Seitentitel stehen. Hier sollten Makler aufpassen, dass ihr Text nicht identisch mit anderen Makler-Seiten ist. Wenn sich da mehrere Seiten gleichen, dann wird Google eher keine Seite mehr listen als alle.

„Beratungsgespräche sind die beste Content-Quelle“

procontra: Und inhaltsseitig: Welcher Makler-Website-Content eignet sich besser für den wachsenden Anteil mobiler Nutzer?

Glorius: Vorsicht vor Werten oder Tabellen, die auf dem Desktop-PC gut aussehen. So etwas kann in der mobilen Ansicht leicht den Bildschirm sprengen. Einfach weglassen ist aber keine gute Alternative. Generell sollte der inhaltliche Unterschied zwischen der Desktop- und der Mobil-Version der Internetseite möglichst gering ausfallen. Denn Google wird es beim Ranking relativ hart abstrafen, wenn die mobile Ansicht nur eine abgespeckte Version darstellt.

Ansonsten gilt wie immer: Schreibt einfach besser als die Konkurrenz. Für einen guten, für die Suchmaschine optimierten Text muss man mit etwa acht Stunden Arbeit rechnen. Mal eben zwischen zwei Terminen einen Beitrag über Berufsunfähigkeitsversicherung schreiben, der Interessenten erreicht und überzeugt – das klappt nicht.

procontra: Heißt das, die Vermittler müssen den potenziellen Kunden auf ihren Internetseiten andere Inhalte liefern als im direkten Beratungsgespräch?

Glorius: Nein. Eigentlich sind die Beratungsgespräche die beste Quelle. Wenn ich mir als Vermittler anschaue, welche Fragen der Kunde in einer zweistündigen Beratung stellt, ich diese Fragen alle beantworte und diese Antworten zu Papier bringe, dann habe ich meinen perfekten Inhalt für die Internetseite.

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