EU-Transparenzverordnung: Hier gibt es Hilfen für Vermittler

Florian Burghardt Berater

Ab heute ist die neue EU-Transparenzverordnung anzuwenden. Vermittler müssen unter anderem Nachhaltigkeitsaspekte von Finanzprodukten besser auf ihren Internetseiten darstellen. Unterstützung dazu erhalten sie von verschiedenen Seiten.

Vermittler müssen seit heute aufgrund der neuen Transparenzverordnung in Sachen Nachhaltigkeit auf vieles achten. Doch es gibt Unterstützung. Bild: Pixabay/mohamed_hassan

Vermittler müssen seit heute aufgrund der neuen Transparenzverordnung in Sachen Nachhaltigkeit auf vieles achten. Doch es gibt Unterstützung. Bild: Pixabay/mohamed_hassan

Ab heute gilt eine weitere europäische Regulierung für die deutsche Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche. Von nun an müssen Versicherungsvermittler die neuen Regeln der „Verordnung 2019/2088 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor", kurz TVO und häufig auch Transparenzverordnung genannt, anwenden.

Mit ihr möchte die Europäische Union dem gestiegenen Verbraucherinteresse an nachhaltigen Finanzprodukten sowie dem ganz allgemein wachsenden Umweltschutzgedanken Rechnung tragen. Ganz grundsätzlich bedeutet das für die Branche, dass sie von heute an ausführlich über die Nachhaltigkeitsaspekte von Versicherungen und Geldanlagen informieren muss. Dabei muss auch erörtert werden, inwiefern die Produkte die individuellen Nachhaltigkeitsziele der Kunden erfüllen können.

Hilfen für Vermittler-Webseiten

Vermittler sind unter anderem dadurch betroffen, weil sie ihren Kunden diese Informationen bereits vor dem Vertragsabschluss auf ihren Internetseiten zur Verfügung stellen müssen. Doch wie sollen diese Informationen und ihre Umsetzung genau aussehen? Dazu war in den letzten Wochen deutliche Kritik zu vernehmen, sei es von Seiten der Versicherer als auch aus dem Lager der Vermittlerverbände. Von „zu umfangreich“ über „nicht der richtige Zeitpunkt“ bis hin zu „keine konkrete Klassifikation durch die EU“ lauteten die Vorwürfe.

Da würde es nicht verwundern, wenn manche Maklerbetriebe selbst heute noch recht unsicher auf ihre Homepage und deren Inhalte zum Thema Nachhaltigkeit blicken. Aus Expertenkreisen ist zu vernehmen, dass Vermittler die Transparenzverordnung mittelfristig nicht aus den Augen verlieren und mit konkreteren Vorgaben rechnen sollten, die es dann zeitnah umzusetzen gilt.

Bis dahin haben verschiedene Parteien Hilfestellungen zur Anwendung der neuen Transparenzregeln für Vermittler-Homepages zusammengestellt: Zum Beispiel vom BVK gibt es eine Checkliste, von AfW und VOTUM konkrete Formulierungshilfen und von der auf Vermittlerrecht spezialisierten Kanzlei Michaelis juristische Hintergrundinformationen zum Thema.