Bitcoin & Co.: Nur für Schwindelfreie

Investmentfonds Top News von Francois Baumgartner

Bitcoin & Co. halten die Märkte in Atem. Kursrallye und hohe Volatilität bergen für Anleger jedoch hohe Risiken. Gleichwohl scheint bei vielen Investoren das Interesse an Kryptowährungen ungebrochen.

Hohe Risiken bei Kryptowährungen Bild: Pixabay/Alexas_Fotos

Viele Kryptowährungen erleben derzeit einen Boom. Für Anleger aber auch Berater sind die Risiken jedoch sehr hoch. Bild: Pixabay/Alexas_Fotos

Die Experten der US-Investmentbank ­JPMorgan sind sich sicher: Der Bitcoin konkurriert zunehmend mit Gold. Der Grund: Die wohl prominenteste Cyberwährung wird von vielen Käufern und Anlegern mittlerweile als Zahlungsmittel akzeptiert und als Schutz vor Inflation angesehen. So gab der Bezahldienst PayPal erst vor Kurzem bekannt, seinen US-Kunden das Bezahlen und den Handel mit Bitcoins schon Anfang 2021 ermöglichen zu wollen.

Überdies wächst das Interesse institutioneller Investoren an Bitcoin & Co. Diese neue Entwicklung bestätigte JPMorgan auch in einer eigenen Studie. Demnach investieren immer mehr Anleger in Kryptofonds und weniger in Gold. Ein guter Beleg ist der Bitcoin Trust des Fondsmanagers Grayscale. Laut JPMorgan verzeichnete das Anlageprodukt seit Oktober 2020 einen Zufluss von knapp zwei Milliarden US-Dollar. Bei Gold-ETFs seien im selben Zeitraum hingegen rund sieben Milliarden US-Dollar abgeflossen.

Der neue Hype um Kryptowährungen stößt jedoch ebenso auf Skepsis. So etwa bei der britischen Finanzaufsicht FCA und der Bundesanstalt für Finanzdienstleis­tungsaufsicht (BaFin). Beide betonen in ihrer Kommunikationspolitik vor allem die Risiken für Anleger, die sich aus den Kursschwankungen bei Kryptos ergeben. Mehr noch: Die BaFin warnt Privatanleger sogar vor einem Totalverlust. Letzterer sei nach direktem Erwerb von Kryptowerten, derivativen Finanzinstrumenten oder Zertifikaten gleichermaßen möglich.

Honorar für Expertise

Aktuell gibt es mehr als 3.000 Kryptowährungen. Zu den größten gehören Bitcoin, Ether und Tether. Zusammen machen diese drei derzeit mehr als 80 Prozent des Gesamtmarktes aus. Seit dem vergangenen Jahr hat allein der Bitcoin mehr als 300 Prozent an Wert gewonnen. Zuletzt gab die digitale Währung allerdings wieder um 17 Prozent nach. Was also tun, wenn die Jagd nach Kryptos dennoch anhält?

„Der Markt wächst und zieht damit immer mehr Player an. Wo viel Geld hineinfließt, kann viel verdient werden. Und je mehr über die Kryptos und deren steigende Kurse berichtet wird, desto mehr Aufmerksamkeit wird natürlich bei potenziellen Anlegern erzeugt“, weiß Thomas Abel, Geschäftsführer der Honoris Treuhand GmbH, und stellt fest: „Insofern kann man sich als Finanzintermediär durchaus in den Markt einarbeiten, Wissen aufbauen und Kunden gewinnen, die bereit sind, für die aufgebaute Expertise zu bezahlen. Die Wissensvermittlung kann zum Beispiel über Webinare und Seminare, in denen man Investmentmöglichkeiten erläutert, erfolgen.“

Zur Expertise zähle ebenso die korrekte Anlage der Kundengelder im Rahmen eines Portfolios oder selbst aufgelegter Produkte. Fest steht auch: Viele Kleinanleger bevorzugen beim Direktkauf Krypto-Apps.

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