US-Einzelhändler Walmart gründet Fintech

Anne Hünninghaus Panorama

Walmart will mit einer Fintech-Kooperation Kunden und Angestellten ein Produkt bieten, um ihre finanziellen Belange zu sortieren.

Walmart. Bild: Adobe Stock/Sundry Photography

Entert die Fintech-Branche: US-Einzelhandelsriese Walmart. Bild: Adobe Stock/Sundry Photography

Und wieder gibt es News von einem bedeutenden US-amerikanischen Handelsunternehmen. Während das Krankenversicherungs-Joint-Venture von Amazon, JP Morgan und Berkshire Hathaway eingestellt wird, wie jüngst bekannt wurde, wagt sich ein anderer Handelsgigant in einen neuen Markt vor. Walmart, seines Zeichens weltgrößter privater Arbeitgeber, ließ am Montag verlautbaren, mit dem Investmentunternehmen Ribbit Capital in eine Partnerschaft zu starten. Ribbit hat unter anderem die mobile Investment-Plattform Robinhood aus der Taufe gehoben, die insbesondere die junge Zielgruppe im Blick hat. Ziel sei es, für Walmartkunden maßgeschneiderte technologiegetriebene Finanzlösungen zu bieten. An der bislang noch namenlosen Firma wird Walmart eine Mehrheitsbeteiligung haben.

Der Trumpf des Händlers ist seine riesige Reichweite. Nach eigener Angabe besuchen wöchentlich 265 Millionen Kunden die rund 11.400 Geschäfte in 26 Ländern. Schon jetzt bietet er Finanzservices, darunter eine „Walmart Kreditkarte“. Im vergangenen Jahr hatte die Kette mit der Walmart Insurance Services LLC einen Versicherer gegründet, um – ähnlich wie Amazon – Krankenpolicen zu vertreiben. Der Konzern verfügt bereits über eigene Kliniken, ein Gesundheitszentrum ist ebenfalls in Planung.

Wann das Fintech-Projekt startet und welche Produkte geboten werden sollen, ist noch nicht bekannt. Laut Handelsblatt haben Anleger bereits auf die Idee reagiert: Die Aktien von Walmart stiegen nach der Bekanntgabe am Montag im nachbörslichen Handel um 1,5 Prozent.