Amazon stellt eigenen Krankenversicherer ein

Martin Thaler Versicherungen

Vor drei Jahren hob der Handelsriese zusammen mit der Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway und der Bank JP Morgan einen eigenen Krankenversicherer aus der Taufe und sorgte für Aufregung. Nach nur drei Jahren wird das Projekt nun eingestellt.

Amazon beendet Krankenversicherungsprojekt Bild: AdobeStock/ wolterke

Das von Amazon mitverfolgte Ziel, einen eigenen Krankenversicherer für seine Mitarbeiter zu etablieren, wird nach drei Jahren nicht mehr weiterverfolgt. Bild: AdobeStock/ wolterke

Im Januar 2018 hatte der Handelsriese Amazon zusammen mit Berkshire Hathaway, der Investmentgesellschaft von Warren Buffet, und der New Yorker Bank JP Morgan bekannt gegeben, eine eigene Krankenversicherung zu gründen. Nun, drei Jahre später, wird der Krankenversicherer, der unter dem Namen Haven Healthcare firmierte, bereits wieder eingestampft. Ende Februar soll Schluss sein, teilte das Unternehmen in einer knapp gehaltenen Mitteilung mit. In Zukunft wollen die drei Unternehmen nur noch informell zusammenarbeiten und die aus dem Gemeinschaftsprojekt erworbenen Kenntnisse für ihre jeweiligen Angestellten nutzen.  

Als Ziel des Krankenversicherers hatten die drei Unternehmen damals angegeben, sich den hohen Gesundheitskosten in den USA entgegenstellen zu wollen. „Die steigenden Gesundheitskosten fressen sich wie ein Bandwurm durch die US-Wirtschaft“, hatte Buffet erklärt. Das amerikanische Gesundheitssystem gilt als besonders teuer und ineffizient.  

Über die Gründe für das Ende machte Haven keine Angaben. Erste Anzeichen, dass offenbar der Wurm drin und das Vorhaben nicht wie geplant umzusetzen war, gab es bereits im vergangenen Jahr. Im Mai hatte Vorstandschef Atul Gawande die Segel gestrichen und seine Kündigung eingereicht.

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