N26 plant für 2021 Einstieg ins Versicherungsgeschäft

Anne Hünninghaus Digital Versicherungen

Das Fintech will im kommenden Jahr sein Produktangebot erweitern, wie CEO Valentin Stalf jüngst verriet. Neben Krediten und Wertpapier- sowie Aktienhandel umfasst das künftige Portfolio wohl auch Versicherungen.

N26; Bild: Adobe Stock/Postmodern Studio

N26 gilt als Deutschlands wertvollstes Fintech. Bild: Adobe Stock/Postmodern Studio

„Wir werden im ersten Quartal 2021 ein Versicherungsprodukt herausbringen“, dieser Satz dürfte die deutsche Versicherungswirtschaft aufhorchen lassen. Geäußert wurde er von Valentin Stalf, Gründer und CEO der Online-Bank N26 im Podcast-Gespräch mit Wirtschaftswoche-Chefredakteur Beat Balzli. Am vergangenen Freitag sprach der 35-Jährige unter anderem über die Zukunftspläne des Fintechs.

Das bisherige Geschäftsmodell von N26 sei zu wenig komplex und damit leicht von Konkurrenten zu kopieren, stichelte Journalist Balzli. Das Angebot umfasse keine ETFs, kein Depot – und das obwohl Trading in Negativzinszeiten doch neuer Volkssport sei: „Das wäre ungefähr so, als würde Lieferando nur Pizza liefern."

Ein Trading-Produkt sei geplant, erwiderte Stalf. Nur über den Kapitalmarkt könne die junge Zielgruppe künftig adäquat vorsorgen, so die Botschaft. Ebenfalls auf der Roadmap für das kommende Jahr: eine Weiterentwicklung der Online-Bank zu einer Plattform vielfältiger Produkte, „einem Marktplatz für verschiedene Fintechs". Und neben Kredit-Angeboten sei auch ein Versicherungsprodukt in Planung.

Über etwaige Kooperationspartner, Vertriebskanäle und die Wahl der Sparte wollte N26 auf procontra-Nachfrage noch nichts preisgeben. Aber sollte die Umsetzung tatsächlich spätestens im März erfolgen, wird es dazu wohl schon sehr bald neue Informationen geben.

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