Diese Geschichten haben Sie 2020 am meisten interessiert

Martin Thaler Berater Investmentfonds Versicherungen Sachwerte Top News

Juli: Analyse mit Empörungsgarantie  

Studien über Lebensversicherer gibt es viele – doch nur wenige vermögen die Gemüter so in Wallung zu versetzen wie der jährliche Solvenzcheck des Bund der Versicherten. Das liegt wohl auch daran, dass die Bild-Zeitung die Analyse für die wenig zurückhaltende Überschrift „Jeder 4. Lebensversicherung droht das Aus“ nutzte. Von Seiten der Versicherer gibt es Contra. Die HUK-Coburg, der im Solvenzcheck ein schlechtes Zeugnis ausgestellt worden war, mahnte „handwerkliche Fehler“ an, auch von Seiten der Bayerischen und des GDV hagelte es Kritik.    

August: Wer braucht eigentlich eine Unfallversicherung?  

Über 40 Prozent der Haushalte in Deutschland verfügen über eine private Unfallversicherung. Zu viele, urteilte die Zeitschrift „Capital“ – denn eine Unfallversicherung sei in der Regel nur für Menschen geeignet, die in ihrer Freizeit mit einem besonders hohen Unfallrisiko konfrontiert seien. Diese Aussage wollte VEMA-Chef Hermann Hübner so nicht unkommentiert lassen. Seine Gegenrede fand bei Ihnen großen Anklang.

September: Trouble mit dem BU-Vertrag  

Auch wenn die Versicherer darum bemüht sind, den Eindruck zu vermitteln, dass in der überwiegenden Mehrheit der Berufsunfähigkeits-Leistungsfälle problemlos gezahlt wird, landen immer wieder Fälle vor Gericht. Auch in diesem Jahr beschäftigten zahlreiche Fälle wieder die Gerichte. Unter anderem ging es um die Frage, wann ein Vater die BU-Rente seiner Tochter kassieren darf, welcher Beruf über das höhere Sozialprestige verfügt und wann ein Tennislehrer als berufsunfähig gilt. Das größte Interesse rief bei Ihnen allerdings ein Urteil des OLG Braunschweig wach. Hier stellte sich die Frage: Wann darf die Versicherung vom Vertrag zurücktreten?

Oktober: Was nicht passt, wird passend gemacht  

Die Debeka ist Deutschlands größte private Krankenversicherung. Wenn sie die Beiträge erhöht, sind Schlagzeilen programmiert. Insbesondere, wenn diese Anpassungen deutlich ausfallen, 17 Prozent sollen sie im Schnitt betragen. Auch andere Versicherer werden ihre Beiträge erhöhen. Das Thema der steigenden Prämien zieht sich damit durch das gesamte Jahr. Den vorläufigen Abschluss bildete ein jüngst getroffenes Urteil des Bundesgerichtshofs.

November: Wo sind denn all die Verträge hin?  

Auch pünktlich zur Wechselsaison sorgte eine Kfz-Geschichte bei Ihnen für das größte Interesse. Und die geht so: Der Blick in eine Vertragsbestand-Statistik offenbarte, dass die Allianz Direct in einem Jahr knapp ein Viertel ihres Bestands eingebüßt hatte – dabei will die Allianz doch wachsen und zu Kfz-Marktführer HUK-Coburg aufschließen. Die Gründe für die schwindende Vertragszahl können Sie hier noch einmal nachlesen.    

Dezember: Krimi auf hoher See  

Erdrückende Schulden, ein herrenloses Boot auf der Ostsee, eine verschworene Familienbande und ein versteckter „Toter“ auf dem Dachboden: Ein besonderes skuriler Fall von Versicherungsbetrug bestimmte im Dezember die Schlagzeilen und machte Sie neugierig. Auf das Urteil in diesem Fall müssen Sie sich aber noch bis zum Januar gedulden.  

Seite 1: Was von Januar bis Juni Ihre Aufmerksamkeit erweckte?
Seite 2: Das waren die Schlagzeilen von Juli bis Dezember

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