Netfonds: „Alles, was wir tun, ist auf die A-Partner zugeschnitten“

Florian Burghardt Berater Top News

Netfonds ist einer der größten Maklerpools und will es auch bleiben. Der Schlüssel dazu sind die A-Makler. Wie man diese hält und zugleich die Produktivität von B-Maklern steigert, erzählt Vorstand Oliver Kieper im procontra-Interview.

Netfonds-Vorstand Oliver Kieper setzt auf sehr produktive A-Makler und will B-Maklern dabei helfen, zu solchen zu werden.

Netfonds-Vorstand Oliver Kieper setzt auf sehr produktive A-Makler und will B-Maklern dabei helfen, zu solchen zu werden. Bild: Netfonds

procontra: Das Durchschnittsalter der Makler steigt, Nachfolger sind oft nicht leicht zu finden. Wie wichtig ist es für Netfonds neue Makler-Anbindungen zu gewinnen?

Oliver Kieper: Wie für jedes Unternehmen ist die Gewinnung neuer Partner und Mitarbeiter gleichermaßen relevant. Trotz aller digitaler Bestrebungen benötigt es in der Schnittstelle immer noch den Kommunikator. Damit wir auch in 10 Jahren noch erfolgreich am Markt agieren können, haben wir einen Bedarf an qualifizierten jungen Fachkräften. An die Zukunft des Berufs der Finanzkaufleute glauben wir und bilden deshalb auch mehrere junge Leute aus. Außerdem fördern wir Nachwuchskräfte in Bezug auf ein duales Studium und auch unsere Berater unterstützen wir mit einem Ausbildungsangebot zur Gewinnung von Fachkräften.

procontra: Was tun Sie konkret, um besonders produktive neue Partner, sogenannte A-Makler, zu erreichen und an sich zu binden?

Kieper: Netfonds hat insgesamt eine extrem gute Kundenbindung, weil wir unseren gesamten Service auf die A-Partner zuschneiden. Wir haben daher auch den höchsten Umsatz pro Makler im Markt. Alles was wir tun, ist damit auf die A-Partner zugeschnitten. Die Unterstützung bezieht sich auf alle Ebenen von Fachfragen über juristische Themen bis zu Veranstaltungen, Marketing und natürlich Technik. Darüber hinaus bieten wir ein vielfältiges Sonderprogramm zur Stärkung der Partnerschaft an. Zum Beispiel mit Kfz-Rahmenverträgen der Marken VW, Audi, BMW, Porsche und weiteren, besondere Schulungsmaßnahmen und der Teilnahme an großen Events. Im vertrieblichen Bereich unterstützen wir durch die Zuführung von Neukunden. Im Immobilienbereich haben die A-Kunden den ersten Zugriff auf neue Objekte.

Administrative Arbeiten reduzieren

procontra: Haben Sie Strategien, um weniger produktive Makler, nennen wir sie B-Makler, stärker zu machen?

Kieper: Speziell im Versicherungsbereich unterstützen wir durch unseren PremiumService und reduzieren dadurch die administrativen Arbeiten des Maklers. Er hat dadurch mehr Zeit für die Beratung und den Verkauf. Nach dem erfolgreichen Start in der Sparte Krankenversicherung, planen wir zeitnah die Unterstützung auch in der Biometrie, sodass die Produktivität in beiden Sparten zwangsläufig steigen wird. Im Investmentbereich ist das Angebot einer standardisierten Vermögensverwaltung auch gerade für die Makler attraktiv, die sich nicht täglich mit den Märkten beschäftigen wollen oder können.

procontra: Bei Ihnen stecken Fonds schon im Namen. Legen Sie bei Ihren (neuen) Partnern vor allem Wert darauf, dass diese Investment-Neugeschäft bringen oder ist das klassische Versicherungsgeschäft weiter begehrt?

Kieper: Das Versicherungsgeschäft ist bei Netfonds eine von vier starken Säulen und wir freuen uns über jeden qualifizierten und hochwertigen Berater, egal aus welcher Themenwelt. Besonders willkommen sind Berater, die in mehreren Welten zuhause sind – wir bieten mit unserer IT-Plattform finfire eine 360-Grad-Sicht für die Themen Versicherungen, Investment mit Haftungsdach und Vermögensverwaltung und Immobilien.

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