Erwerbsunfähigkeitsversicherungen: IVFP-Rating kennt fast nur Sieger

Florian Burghardt Versicherungen

Wer keine BU-Police bekommt oder für wen diese zu teuer ist, sollte auch einmal über einen EU-Tarif nachdenken. Das IVFP hat nun eine kleine Auswahl von Erwerbsunfähigkeitsversicherungen getestet. Deren Großteil erhielt von den Prüfern die Bestnote.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Im aktuelle Rating des IVFP konnte der Großteil der getesteten Tarife die Bestnote erzielen.

Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Im aktuelle Rating des IVFP konnte der Großteil der getesteten Tarife die Bestnote erzielen. Bild: Pixabay/MrsBrown

Arbeitskraftabsicherung (AKS) gilt als wichtiger Schutz. Das spricht sich mehr und mehr herum. Relativ viele Menschen wollen deshalb eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließen. Aber einige von ihnen bekommen von den Versicherern aufgrund von Vorerkrankungen gar keinen Schutz oder nur zu sehr hohen Beiträgen.

Schon länger wird deshalb in der Branche darüber diskutiert, bei der AKS-Beratung nicht ausschließlich auf die BU zu setzen und sie nicht als das Maß aller Dinge anzusehen. Ein anderes AKS-Produkt, das für solche schwierigen Fälle häufig günstigere Beiträge und weniger Ausschlüsse verspricht, ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU).

So wurde bewertet

Deren allerdings noch geringere Bedeutung am Markt – im Vergleich zur BU – macht sich unter anderem an gerade einmal 11 bewerteten Tarifen von 11 Lebensversicherern im aktuellen EU-Rating des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) bemerkbar. Erst kürzlich hatte das IVFP dagegen die BU-Tarife von 40 Anbietern untersucht.

Die Rating-Methodik weicht hingegen kaum von der des BU-Ratings ab. Anhand der Daten aus verbindlichen Quellen, wie etwa den Versicherungsbedingungen und Geschäftsberichten der Anbieter, wurden deren EU-Tarife auf bis zu 88 Einzelkriterien geprüft. Je nach Erfüllung eines Kriteriums wurden einem Tarif 0 bis 20 Punkte zugeordnet, die letztendlich in eine Gesamtnote umgerechnet wurden (Bestnote = Exzellent). Die Einzelkriterien verteilen sich dabei auf vier Teilbereiche mit unterschiedlich hoher Gesamtgewichtung: Preis-Leistung (50 Prozent), Unternehmensqualität (20 Prozent), Flexibilität (20 Prozent) sowie Transparenz und Service (10 Prozent). Die Einzelkriterien sowie die weitere Rating-Methodik können hier eingesehen werden.

Das sind die Testsieger

Als „Exzellent“ beurteilten die Prüfer diese 7 EU-Tarife (in Klammern) der folgenden Anbieter (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Axa (Selbstständige Erwerbsunfähigkeitsversicherung)
  • Continentale (Continentale PremiumEU)
  • Dialog (SEU-protect)
  • Swiss Life (MetallRente.EMI Komfortschutz)
  • Zurich Deutscher Herold (Erwerbsunfähigkeits-Schutzbrief)
  • Europa (EUROPA EU-Vorsorge Premium)
  • Hannoversche (Erwerbsunfähigkeitsversicherung)

Aufgelistet sind noch jeweils ein EU-Tarif der HDI (EGO Basic) und der WWK (WWK BioRisk Erwerbsunfähigkeitsversicherung). Beide erhielten die zweitbeste Gesamtnote „Sehr Gut“. Zwei weitere Produkte, die offenbar schlechter abgeschnitten haben, werden in der Ergebnisliste nicht aufgeführt.