Warum Makler mit Insurtechs kooperieren sollten

Digital Berater von Christian Macht

Wie ist der erste oder vielleicht zweite Schritt Richtung Digitalisierung für Makler konkret zu bewältigen? Eine Partnerschaft mit einem Insurtech ist mittlerweile ein etablierter Weg für Versicherungsunternehmen. Für Makler ist er das noch nicht, könnte und sollte es aber werden. Mit dem richtigen Partner heißt die Zusammenarbeit mit einem jungen Unternehmen nicht, den Kundenzugang abzugeben – das Insurtech kümmert sich in der Zuliefererrolle um die Digitalisierung, während der Makler weiterhin am Steuer bleibt.

In einer solchen Partnerschaft kann ein komplettes Paket für Makler geschnürt werden, das sowohl eine digitale Customer Journey beinhaltet als auch volldigitale Produkte zugänglich macht. Es hilft dabei, wenn der Makler dabei seine Kunden genau im Blick hat und kennt. Denn selbst auf spitze Zielgruppen können digitale Produkte zugeschnitten werden. Hier kann ein Grad an Individualisierung von Versicherungsprodukten in kürzester Zeit erreicht werden, der bis vor wenigen Jahren noch undenkbar war.

Produktideen auf den Weg bringen

Die Aufnahme von volldigitalen Produkten in das eigene Portfolio ist ein erster Schritt, um eine Umstellung auf eine digitale Arbeitsweise vorzubereiten. Schnell zeigen sich dann die weiteren Vorteile von digitalen Produkten. Insbesondere die einfachere Administration und der verlässliche Zugriff auf Kunden- und Vertragsdaten automatisiert Arbeitsabläufe.

Vielversprechend und vor allem absatzfördernd für Makler dürfte jedoch ein weiterer Schritt in der Produktentwicklung sein. Neue Produktideen könne aufgrund des technischen Fortschritts innerhalb weniger Wochen umgesetzt werden. In einer modularen Herangehensweise kann der Makler auch herkömmliche Versicherungsprodukte, wie beispielsweise eine Unfallversicherung, individualisieren und Varianten ausgestalten, die jeweils für verschiedene Zielgruppen somit an Relevanz gewinnen.

Ein weiterer Vorteil digitaler Produkte ist, dass äußerst flexibel Prämien oder bestimmte Nachlässe – zum Beispiel für Stammkunden – in Echtzeit angepasst werden können. Preise für einzelne Policen kann der Makler so dynamisch steuern. Eigentlich war dies schon immer möglich, nur der rechnerische, administrative und technische Aufwand lohnte kaum.

Eine Eigenmarke aufbauen

Die eigene Marke durch digitale Produkte zu stärken oder aufzubauen, kann folglich in einer Kooperation mit einem Insurtech durchaus gelingen. Insbesondere dann, wenn die Möglichkeiten, die volldigitale Versicherungslösungen bieten, konsequent ausgenutzt werden.

Produkte müssen dazu für die jeweilige Zielgruppe modular angepasst und Pricing-Strukturen flexibel gestaltet werden. Fortlaufend müssen bereitstehende Daten konsequent ausgewertet werden, um möglichst passgenaue und individuelle Lösungen zu gestalten. So gelingt es, den Anschluss an die Digitalisierung nicht zu verpassen und sich zukunftssicher aufzustellen.

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