Sterbegeldversicherung: Das ist bei der Beratung zu beachten!

Hinterbliebenenabsicherung Berater Top News von Rainer Kreuzer

Stress mit der Versicherung? Das will niemand nach einem Todesfall in der Familie. Deshalb sollten vor Abschluss des Vertrages alle kritischen Punkte mit dem Kunden besprochen werden.

Sterbegeldversicherung

Bei der Beratung zur Sterbegeldversicherung sollten Makler einige wichtige Punkte unbedingt ansprechen. Bild: Adobe Stock/Kzenon

Mit einer Sterbegeldversicherung können sich Versicherungsnehmer gegen hohe Beerdigungskosten absichern. Damit entlasten sie ihre nahen Angehörigen und Erben, die sonst aus eigener Tasche die Bestattungskosten bezahlen müssen. Doch die Rechnung geht nicht immer so auf, wie das einige Kunden erwarten.

Wartezeit

Wer schon kurz nach Abschluss des Versicherungsvertrages stirbt, kann doppeltes Pech haben. Vor allem Versicherungen, bei denen keine Gesundheitsprüfung verlangt wird, halten sich oft eine Wartezeit vor. Nach Erfahrung des Frankfurter Maklers Julian Hänfling beträgt diese zwischen drei und 36 Monaten. Tritt der Todesfall innerhalb dieser Zeit ein, werden keine oder nur geringe Leitungen ausgezahlt. Meist werden die eingezahlten Beiträge zurückgezahlt. Dies sollte beim Verkaufsgespräch genau geklärt werden.

Ausnahme: Verstirbt der Versicherte bei einem Unfall, so wird bereits während der Wartezeit die volle Versicherungssumme fällig. "Bei den meisten Tarifen verdoppelt sich sogar die Versicherungssumme bei einem Unfalltod", ergänzt Hänfling.

Versicherungssumme?

Nicht immer reicht das Sterbegeld der Versicherung auch noch für einen pompösen Trauerschmaus. Wer einen solchen anbieten möchte, sollte dies bei der Höhe der Versicherungssumme berücksichtigen. Angebote finden sich ab 3.000 Euro. Meist endet die Angebotstabelle bei 10.000 Euro, aber auch bis 25.000 Euro wird hin und wieder genannt.

Todesursachen?

Grundsätzlich zahlt die Sterbegeldversicherung bei fast allen Todesursachen. Doch ein paar Ausnahmen gibt es: Die Hinterbliebenen von Terror- und Kriegsopfern gehen meist leer aus. Doch diese Ausnahmen müssen in der Police explizit benannt werden. Auch bei Naturkatastrophen kann es schwierig werden, wenn die Opfer nicht mehr aufgefunden oder identifiziert werden können. Dann fehlt nämlich der Todesnachweis.

Bei Suizid gibt es kein Geld, sofern sich die verstorbene Person vorsätzlich selbst getötet hat. Wurde der Suizid jedoch durch eine Krankheit wie beispielsweise Depression oder Psychose verursacht, muss die Versicherung zahlen.

Beitragshöhe

Die Unterschiede bei den monatlichen Prämien sind erheblich. Versicherungen ohne Gesundheitsprüfung für einen 40jährigen Kunden mit einer Versicherungssumme von 10.000 Euro werden in Vergleichsportalen mit Prämien ab rund 22 Euro bis knapp 48 Euro angeboten. Wer erst mit 70 Jahren eine Police für die gleiche Versicherungssumme sucht, muss bis zu 230 Euro monatlich berappen. 

Beitragsfreiheit im Alter

Ab einem gewissen Alter verzichten die Versicherungen auf Beitragszahlungen. Wann genau, dass muss konkret im Vertrag festgelegt werden. In der Regel beginnt die Beitragsfreiheit ab dem 65. oder dem 85. Lebensjahr. "Bei einem sehr hohen Eintrittsalter kann die Beitragszahlung je nach Tarif auch bis zum Ende des 99. Lebensjahr laufen", fügt Makler Hänfling hinzu.

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