Kundenmagnet: So punkten Makler mit einem regionalen Netzwerk

Florian Burghardt Berater

Wie kommen Versicherungsmakler ohne große Werbebudgets an Neukunden? Alternativ zu Social Media & Co. schlug „DER BU-Profi“ Guido Lehberg auf dem profino-Kongress regionale Kooperationen vor. Wie sein Makler-Massage-Netzwerk funktioniert.

Abseits von Social Media & Co. sieht Makler Guido Lehberg auch in regionalen Kooperationen großes Neukundenpotenzial.

Abseits von Social Media & Co. sieht Makler Guido Lehberg auch in regionalen Kooperationen großes Neukundenpotenzial. Bild: Sebastian Berger

Der Gütersloher Versicherungsmakler Guido Lehberg hat sich auf Arbeitskraftabsicherung (AKS) spezialisiert und tritt als der „DER BU-Profi“ auf. Doch auch ein BU-Profi braucht stetig neue Kunden. Wie können Makler an diese herankommen, wenn sie nicht über große Werbebudgets verfügen? Auch Leads direkt zu kaufen kann mit der Zeit ins Geld gehen.

Zwar gibt es über die neuen Medien auch moderne Akquisemethoden, die Vermittlern viel Reichweite für relativ wenig Geld versprechen. Doch wer alles online macht, der läuft aus Lehbergs Sicht Gefahr, keine echten Netzwerke aufbauen zu können. Diese würden aber eine zentrale Rolle in seinem Modell spielen, das Maklern dabei helfen soll, zum Kundenmagnet zu werden.

Das Makler-Massage-Netzwerk

„Das folgende Modell klingt im positiven Sinne ein bisschen verrückt. Aber ich wette, die meisten ihrer Kunden haben das so noch nicht gehört“, erklärte Lehberg heute in seinem Keynote-Vortrag auf dem online-gestreamten profino-Kongress zum Thema Biometrie. Konkret empfiehlt er Maklern, Kooperationen mit Gewerbetreibenden aus ihrer Region einzugehen.

Passend zum Thema Biometrie schielt der AKS-Spezialist dabei auf gesundheitsfördernde Dienstleistungen. „Vereinbaren Sie zum Beispiel mit einem Massagestudio, dass Ihre Kunden dort jede fünfte Anwendung gratis erhalten“, sagte Lehberg den Online-Zuhörern. Die Kosten dafür solle der Gewerbetreibende selbst tragen. Auch ein Monat gratis im Fitnessstudio oder Rabatte bei gesundheitsbetonten Restaurants und Lebensmittelläden seien denkbar.

Exklusive Vorteile schaffen

Die speziellen Vorteile sollten dabei exklusiv für die Kunden eines Vermittlers gelten. „Bei dieser Symbiose haben ausschließlich Ihre Kunden einen Vorteil und Sie wiederum bringen dem Kooperationspartner neue Klientel, die er sonst nicht hätte“, folgert Lehberg. Das führe sowohl zu einer höheren Weiterempfehlungsrate bei den eigenen Kunden als auch dazu, dass andere Gewerbetreibende vor ihren Kunden positiv vom jeweiligen Makler sprechen.

Rein theoretisch können auf Basis des Kooperationsverhältnisses später auch die Gewerbetreibenden als Versicherungskunden gewonnen werden. Makler sollten dabei aber nicht in erster Linie auf Quantität setzen. Entscheidend ist laut Lehberg, dass es zwischen den Parteien passt: „Das klappt am besten, wenn man persönlich auf die Menschen zugeht.“

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare