Hinterbliebenenversorgung: Diese Urteile sollten Vermittler kennen

Hinterbliebenenabsicherung Berater Top News von Rainer Kreuzer

Beerdigungen können kostspielig ausfallen, zudem wollen im Todesfall die Hinterbliebenen versorgt sein. Da es hier oftmals um viel Geld geht, sind Rechtsstreitigkeiten vorprogrammiert. Welche Urteile von Bedeutung sind.

Justiz

Im Hinblick auf die Hinterbliebenenversorgung und Bestattungskosten kommt es immer wieder zu rechtlichen Streitigkeiten. Bild: Pixabay/Hans

Nichts ist sicher, außer der Tod, heißt es lakonisch im Volksmund. Von Rechtssicherheit kann hier aber nicht die Rede sein – Sterbefälle und vor allem die damit anfallenden Kosten für Bestattungen beschäftigen die Gerichte regelmäßig. Wer muss die Kosten aufkommen und in welcher Höhe? Welche Klauseln gilt es in der Sterbegeldversicherung zu beachten und wann ist in der Risikolebensversicherung von Arglist die Rede? Ein Überblick über einige wichtige Entscheidungen der vergangenen Jahre.

Aktuelle Entscheidungen der Gerichte

Drei Jahre Wartezeit beim Sterbegeld sind zulässig
Das hat das Landgericht Köln entschieden. Ende 2011 hatte ein Mann eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen und mit den Allgemeinen Versicherungsbedingungen eine Wartezeit von drei Jahren vereinbart. In dieser Zeit sollte nur Versicherungsschutz bei Tod durch einen Unfall bestehen, bei anderen Todesarten nur die Auszahlung der bereits gezahlten Versicherungsbeträge erfolgen. Im September 2013 starb der Versicherte eines natürlichen Todes. Es kam zum Streit zwischen der Witwe und der Versicherung. Darin bestätigte das Landgericht Köln die Gültigkeit der dreijährigen Wartezeit. Die Wartezeitklausel sei nicht überraschend gewesen. Denn darauf sei im Produktinformationsblatt und im Auftragsformular so deutlich hingewiesen worden, dass eine Kenntnisnahme durch den Versicherungsnehmer zu erwarten war. Eine Wartezeitklausel in Versicherungsverträgen sei zudem nicht unüblich. Makler sollten ihre Kunden darum auf etwaige Wartezeitklauseln hinweisen bzw. Tarife anbieten, die ohne Wartezeitklauseln auskommen. LGH Köln, Aktenzeichen: 26 O 209/13. Bild: Pixabay
 
  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare