Diese Zielgruppe plant in den kommenden 12 Monaten einen BU-Abschluss

Anne Hünninghaus Berater Versicherungen

Alter, Bildungsgrad und Einkommen: Eine aktuelle Erhebung skizziert den deutschen Durchschnitts-BU-Versicherten – und offenbart, in welchen Haushalten Beratung zur Arbeitskraftabsicherung in den kommenden Monaten voraussichtlich auf besonderes Interesse stößt.

Über welche Eckdaten verfügen potenzielle BU-Versicherungskunden?

Über welche Eckdaten verfügen potenzielle BU-Versicherungskunden? Bild: Adobe Stock/alphaspirit

Berufsunfähigkeit trifft in Deutschland im Durchschnitt jeden Vierten im Laufe seines Lebens – diese Zahl ist den meisten Beratern präsent. Aber wie viele Deutsche sind tatsächlich abgesichert und welche Bevölkerungsgruppen sind eher bereit, ihre Arbeitskraft abzusichern? Das zeigt die aktuelle groß angelegte Studie der Gesellschaft für Integrierte Kommunikationsforschung (GIK) Best for Planning (b4p 2020), deren Daten in Zusammenarbeit mit weiteren Befragungsinstituten erhoben wurden.

Knapp 6.000 der insgesamt 30.469 repräsentativ ausgewählten Befragten verfügen der Studie zufolge über eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Auf die Gesamtbevölkerung gerechnet wären das knapp 14 Millionen Deutsche. Männer tendieren mit einem Anteil von 54 Prozent leicht überproportional dazu, ihre Arbeitskraft abzusichern. Die größte Verbreitung besteht – wenig überraschend – in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen (22,8 Prozent), dicht gefolgt von Berufstätigen in ihren 50ern (22,7 Prozent) und der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen (22,2 Prozent).

Die BU ist und bleibt dabei offenbar eine Besserverdiener-Police. Das durchschnittliche Monats-Nettoeinkommen der Haushalte, in denen eine solche Versicherung vertreten ist, überschreitet 3.000 Euro. Knapp die Hälfte verfügt sogar über mehr als 4.000 Euro netto im Monat. Beim Blick auf diese Einkommen naheliegend: Je höher gebildet jemand ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er sich gegen Berufsunfähigkeit abgesichert hat. 42 Prozent der Befragten sind Akademiker oder verfügen zumindest über einen Schulabschluss, der zu einem Hochschulstudium qualifiziert. Mit 80 Prozent Anteil sind die meisten Versicherten berufstätig, unter den Auszubildenden und Studenten ist derweil nur eine kleine Gruppe BU-versichert.

Wer interessiert sich für den Abschluss?

Neben dem Status quo bilden die Studienergebnisse ebenfalls ab, wer vorhat, in den kommenden 12 Monaten eine BU-Versicherung abzuschließen. 476 Personen gaben ein solches Interesse für sich oder den eigenen Haushalt an. Auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet entspräche das einer guten Million Menschen, Männer und Frauen sind dabei nahezu gleichermaßen interessiert.

Ein Drittel derer, die sich zu diesem Schritt bereit erklären, sind die bisher unterproportional versicherten 20 bis 29-Jährigen. Aber auch in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen besteht weiterhin Bedarf: mit 23,2 Prozent zeichnen sie beinahe ein Viertel der Interessierten aus. Knapp 44 Prozent der in dieser Hinsicht für Versicherer und Berater relevanten Zielgruppe verfügen über Abitur oder Studium als höchsten Bildungsabschluss, drei Viertel sind berufstätig. Trotz des im Durchschnitt geringen Lebensalters derer, die einen BU-Abschluss planen, übersteigt das Nettohaushaltseinkommen bei der Hälfte der Befragten bereits 3.000 Euro. Die hohe Zahl derer, die in Zweipersonenhaushalten leben, lässt darauf schließen, dass insbesondere gut verdienende jüngere (Akademiker-)Paare planen, in den kommenden Monaten eine BU-Versicherung abzuschließen.

Corona-Krise steigert Interesse

Andere Studien zeigten zuletzt, dass sich aufgrund der Corona-Krise besonders viele Menschen mit ihren Versicherungen auseinandersetzen. Jeder Zehnte, der sich aktuell für den Neuabschluss interessiert, tendiert dabei laut einer Erhebung von Infas Quo zur BU-Versicherung. Für 22 Prozent der Deutschen ist das Risiko, berufsunfähig zu werden, durch die Krise spürbarer geworden. Hier können Makler ansetzen und über einen passenden Schutz aufklären, der auch die erhöhte Gefahr sowohl körperlicher als auch psychischer Erkrankungen einschließt.

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