Corona: Nachfrage nach fondsgebundenen Lebensversicherungen wächst

Martin Thaler Berater Versicherungen

Durch die Corona-Krise wächst offenbar die Bereitschaft vieler Menschen, sich mit ihrer Altersvorsorge zu befassen. Vor allem die Wertentwicklung steht hierbei im Fokus.

Altersvorsorge

Die Ergo stellt eine höhere Bereitschaft der Menschen fest, sich mit ihrer Altersvorsorge zu beschäftigen. Bild: Pixabay/ WFranz

Die Corona-Krise scheint bei vielen Menschen dazu zu führen, sich verstärkt mit ihrer Altersvorsorge auseinanderzusetzen. Dies legen Zahlen aus dem aktuellen Ergo Risiko-Report Extra nahe, die procontra vorliegen.

So haben sich 31 Prozent der Menschen, die Versicherungen als Anlageform zur Altersvorsorge nutzen, seit Beginn der Corona-Krise mit diesen auseinandergesetzt. Bei Männern (36 Prozent) fällt das verstärkte Interesse an der eigenen Altersvorsorge dabei höher aus als bei Frauen (26 Prozent). Vor allem die Wertentwicklung ihrer Policen rückte dabei in den Aufmerksamkeitsfokus der Anleger: 17 Prozent gaben an, sich hiermit beschäftigt zu haben, bei Menschen mit höherem Haushaltseinkommen (über 5.000 Euro) lag der Anteil mit 24 Prozent noch höher. Neun Prozent dachten zudem darüber nach, ihre Tarife anzupassen.  

Negativ fallen die Corona-Auswirkungen insbesondere bei jungen Menschen bis 30 Jahren aus. 11 Prozent gaben an, seit Beginn der Pandemie ihre Beiträge freigestellt zu haben, fünf Prozent haben zudem ihre Versicherungen gekündigt.  

Beliebteste Anlageform bleiben für die Deutschen auch 2020 weiterhin Immobilien: 34 Prozent nannten diese als präferierte Option, im vergangenen Jahr waren es 36 Prozent gewesen. In der Gunst oben stehen darüber hinaus die betriebliche Altersversorgung (30 Prozent) sowie Aktien (28 Prozent). Insbesondere in letztere wird nach Ergo-Angaben wesentlich häufiger Geld investiert als noch im vergangenen Jahr (21 Prozent).  

Nachfrage nach fondsgebundenen Lebensversicherungen wächst

„Nach dem Ende der klassischen Lebensversicherung haben sich neue Anlageformen wie fondsgebundene Lebensversicherungen oder Aktien fest als Alternativen etabliert. Gerade im Bereich der kapitalnahen bzw. fondsgebundenen Lebensversicherungen beobachten wir ein starkes Wachstum im deutschen Lebensversicherungsmarkt“, kommentierte Dr. Oliver Horn, Bereichsleiter Produktmanagement private Altersvorsorge bei der Ergo Vorsorge Lebensversicherung AG den Trend. Konkrete Zahlen kann die Ergo hierzu aber noch nicht mitteilen.  

Hierzu passt auch, dass Menschen, die bereits vorsorgen, die Ausgaben hierfür in Zukunft ausbauen möchten, verstärkt auf Aktien setzen: Erklärten dies 2018 noch 25 Prozent, waren es im vergangenen Jahr bereits 33 Prozent.  

Für die Versicherer ergebe sich als Resultat an die Versicherer, „die Altersvorsorge für unsere Kunden so flexibel wie möglich zu gestalten“, erklärte Horn. „Der Kunde muss seine Vorsorge gemäß seines individuellen Sicherheitsempfindens gestalten und regelmäßig anpassen können, etwa durch das Umschichten seines Guthabens von Fonds in klassisches Sicherungsvermögen und umgekehrt.“ 

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