Corona: Die Krise verstärkt Rückenleiden – und damit den BU-Bedarf

Anne Hünninghaus Berater Versicherungen

Dass die Krise zu mehr psychischen Beschwerden führt, ist längst bekannt. Doch auch körperlich haben sich manche Leiden durch den gewandelten Alltag intensiviert, wie eine neue Studie zeigt.

Volkskrankheit Rückenschmerzen

Eine schlechte Haltung am heimischen Schreibtisch trägt zur Verschlimmerung des Volksleidens Rückenschmerzen bei. Adobe Stock/pathdoc

Acht von zehn Deutschen haben in den vergangenen Monaten unter Rückenschmerzen gelitten. Eine aktuelle Yougov-Studie offenbart, was bereits zu Beginn der Homeoffice-Debatte befürchtet worden war: Wer Corona-bedingt häufiger unter nicht optimalen ergonomischen Voraussetzungen – beispielsweise am Küchentisch – arbeitet, spürt die Auswirkungen der Krise früher oder später auch physisch. Die repräsentative Umfrage mit 2.158 Teilnehmern hatte im August im Auftrag des Versicherers Swiss Life stattgefunden.  

Gut jeder zehnte Betroffene gab an, dass sich seine Rücken-Beschwerden im Verlauf der Krise verschlimmert hätten. Das hängt mutmaßlich nicht nur mit der verschlechterten Sitzhaltung im heimischen Büro zusammen, sondern auch mit dem Vermeiden von Arztbesuchen: Mehr als jeder Dritte schob eine Untersuchung oder Behandlung aus Angst vor einer Corona-Infektion auf. Die beliebtesten Maßnahmen, um dem Leiden entgegenzuwirken sind laut Aussage der Befragten ein Mehr an Bewegung (41 Prozent), das Praktizieren von Entspannungsübungen sowie die Medikamenteneinnahme (jeweils ein Viertel). 43 Prozent der betroffenen Erwerbstätigen wünschen sich von ihrem Arbeitgeber mehr Unterstützung für die Rückengesundheit.

Größeres Interesse an BU-Versicherung

Laut eigener Auswertung des Invalidenbestands der Swiss Life BU-Versicherung hat jeder vierte regulierte Leistungsfall seinen Ursprung in Problemen mit dem Bewegungsapparat – mit steigender Tendenz. Besonders häufig sind Frauen betroffen: 38 Prozent der weiblichen Befragten klagen über häufige Schmerzen, bei den Männern war es indes nur knapp jeder Vierte.

In Deutschland wird beinahe jeder Vierte im Laufe seines Berufslebens berufsunfähig. Wenn es um die Absicherung ihrer Arbeitskraft geht, sind die Bundesbürger jedoch weiterhin zögerlich. Nur jeder Vierte hierzulande verfügt laut Statistischem Bundesamt über eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Krise führt allerdings  dazu, dass sich besonders viele Menschen zurzeit mit ihren Versicherungen auseinandersetzen. Jeder Zehnte, der sich aktuell für den Neuabschluss interessiert, tendiert laut einer Erhebung von Infas Quo zur BU-Versicherung. Für 22 Prozent der Deutschen ist das Risiko, berufsunfähig zu werden, durch die Krise spürbarer geworden. Hier können Makler ansetzen und über einen passenden Schutz aufklären, der auch die erhöhte Gefahr psychischer Erkrankungen einschließt.

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