Beratung: Warum die Zielgruppe Wohnungswirtschaft relevanter wird

Berater Versicherungen Top News von von Carla Fritz

Sowohl Bauen als auch Wohnen werden zunehmend unter Nutzung digitaler Technik realisiert. Das bietet Maklern unterschiedliche Ansätze fürs Beratungsgespräch mit Wohnungsunternehmen, Verwaltern und Bauhandwerk.

Smarthome

Die Wohnungswirtschaft ist immer enger an moderne Technologien gebunden. Das eröffnet neuen Versicherungsbedarf. Bild: Adobe Stock/Michael Traitov

„Wohnimmobilienmarkt unbeeindruckt von Corona-Pandemie“, heißt es im neuen Herbstgutachten der Immobilienweisen, „Staatliche Hilfen und Bauwirtschaft kurbeln die Konjunktur an“ in der aktuellen Konjunkturprognose des IW Köln. Bauwirtschaft und Bauhandwerk mit gut gefüllten Auftragsbüchern – auch in Pandemiezeiten ein wichtiger Bringer? Für sein Haus jedenfalls kann Daniel Berg, Underwriter Sach-Haftgewerbe bei der Inter, das bestätigen: „Bauhandwerker sind bisher gut durch die Krise gekommen.“

Kein Umsatzeinbruch dort, sondern im Gegenteil sogar eher steigende Umsätze, letztlich auch infolge von Corona. „Viele Hauseigentümer haben die Gelder für die ausgefallene Urlaubsreise in ihr Haus investiert.“ Auch Wohnungsunternehmen möbeln und stocken ihre Bestände auf, verhaltener zwar als bisher, aber immerhin. Bei Bauvorhaben im laufenden Jahr erwartet das IW Köln ein Wachstum von 2 Prozent, für 2021 sind demnach noch 1,5 Prozent realistisch.

Digital und modular

Das Handwerk ist dabei, über eigene Website und digitales Büro hinaus, viel stärker digital unterwegs als gemeinhin angenommen. Gut jeder zweite Handwerksbetrieb setzt einer Bitkom-Studie zufolge digitale Technologien und Anwendungen produktiv ein. Stichworte hierzu im Bauhandwerk: Trackingsysteme zur Ortung von Werkzeug und Maschinen, Baudokumentation oder Drohnen zur Dachanalyse. Im Holzbaubereich kommen Berg zufolge zunehmend vollautomatisierte computergesteuerte Fertigungsmaschinen zum Einsatz, auf den Baustellen mobile Arbeitsmaschinen mit digitaler Technik.

Baumaschinen und fahrbare Geräte am Bau – heutzutage sind das Präzisionswerkzeuge mit Touchscreen-Steuerungen, Lasersensoren, Onboard-Kameras und GPS-Tracking, die unterwegs vielen Risiken ausgesetzt sind. „Im Durchschnitt wird heute jede zwölfte Maschine einmal jährlich von einem größeren Schaden betroffen“, heißt es dazu von HDI. Die Maschinen-Teilversicherung deckt Risiken wie Brand, Blitzschlag, Explosion, Kurzschluss, Überschwemmung, Diebstahl oder Glasbruchschäden ab, die Vollversicherung darüber hinaus auch Unfallereignisse, Vandalismus und innere Betriebsschäden. Dazu zählen beispielsweise auch sogenannte „Fresserschäden“, die durch Wasser-, Öl- oder Schmierstoffmangel entstehen können.

„Wenn wir von größeren Firmen und ihrem Maschinenpark sprechen, ist eine Beratung nach Sparten angebracht. Aber gerade bei kleineren Handwerksbetrieben passt auch ein Kombiprodukt gut“, sagt Berg mit Verweis auf das hauseigene modulare Angebot. Dort wurde die Maschinenbruchversicherung mit einem Sublimit in den Sach-Elektronikbaustein integriert. „Der Makler kann einen Vertrag mit verschiedenen Bausteinen verkaufen und ist haftungssicher nur an einer Stelle unterwegs. Und der Kunde muss nicht x-mal die Mindestprämie bezahlen.“

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