Vorsorgelücke: Mehr Beratung zur Risiko-LV notwendig?

Anne Hünninghaus Versicherungen

Knapp die Hälfte der Deutschen würde laut einer aktuellen Studie in finanzielle Bedrängnis geraten, sollte ihr Partner sterben. Dennoch bestehen bei vielen noch große Lücken, was die Absicherung der eigenen Familie in einem solchen Fall anbelangt.

Ein Viertel der Deutschen hat laut einer Umfrage seine Liebsten im Todesfall nicht abgesichert.

Ein Viertel der Deutschen hat laut einer Umfrage seine Liebsten im Todesfall nicht abgesichert. Bild: Adobe Stock/lucadp

Mit dem dem eigenen Tod beschäftigen sich naturgemäß die Wenigsten gern. Rational liegt die Dringlichkeit zwar auf der Hand, sich damit zu befassen, welche Konsequenzen dieser für die nächsten Angehörigen hätte. Dennoch ist das Thema unbequem und beängstigend, was bei vielen geradewegs in die Vermeidungshaltung führt. Das bestätigt eine aktuelle Studie von Civey im Auftrag der LV 1871, für die im September 2.505 repräsentativ ausgewählte Deutsche zur Absicherung ihres eigenen Todes befragt wurden.

Das Potenzial für Makler, Familien hier als neutrale Außenstehende zu einem emotionalen Thema zu beraten, ist groß: 44 Prozent der Befragten gaben an, durch den Wegfall des Einkommens ihres Partners in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Gleichzeitig hat fast ein Viertel (23 Prozent) der Befragten die engsten Angehörigen nicht entsprechend abgesichert – ungeachtet dessen, dass diesen ein solcher Schutz durchaus wichtig wäre. Die Versorgungslücke offenbart sich vor allem bei den 30- bis 39-Jährigen: Hier hat sich gut ein Drittel (34 Prozent) noch nicht abgesichert. Dabei wäre Vorsorge in der Lebensphase, in der geheiratet wird, das erste Kind auf die Welt kommt oder eine Immobilie gekauft wird, dringend angebracht.

Abschlussbereitschaft zur Risiko-LV

Besondere Relevanz hat in diesem Kontext die Risikolebensversicherung, die vielen als Urform der Lebensversicherung gilt. Schließlich sichert sie die finanzielle Lücke ab, wenn beispielsweise der Hauptverdiener und Versorger einer Familie ausfällt. Deshalb denken viele Verbraucher irgendwann zumindest einmal über den Abschluss einer solchen Police nach.

Im vergangenen Jahr hatte eine Forsa-Umfrage ergeben, dass in 45 Prozent der Fälle der Kauf einer Immobilie oder eines Grundstücks ausschlaggebend für den Abschluss ist. Denn dieser ist häufig mit einem Kredit verbunden, der trotz des Todesfalls des Versorgers zurückgezahlt werden muss. Die Geburt eines Kindes wiederum ist für 15 Prozent der Abschlüsse Anlass, sich für die Risiko-LV zu entscheiden. Insbesondere bei einem so sensiblen Thema wie diesem ist die persönliche (oder virtuelle) Beratung durch einen Makler von Vorteil.

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