Vergleichsrechner: Qualitative Betrachtung für Berater wichtig

Detlef Pohl Berater Zielgruppenansprache

...dann rasante Zunahme der Marktteilnehmer

Gestartet wurde mit zehn Anbietern von hauptsächlich fondsgebundenen Tarifen und Indexpolicen. Inzwischen sind auch alte und neue Klassik-Angebote integriert und damit ein Marktüberblick und Vergleich von über 200 Riester-Renten (procontra berichtete), Basisrenten (procontra berichtete), Privatrenten (aufgeschoben und Sofortente) und bAV-Direktversicherungen von 27 Anbietern möglich.

Die Plattform hat keine Anmeldehürden und bietet dem Vermittler einen kostenfreien Abgleich von Tarifeigenschaften mit den Kundenwünschen und -bedürfnissen. Vermittler erlangen einen umfassenden Marktüberblick und können die in Frage kommenden Tarife sehr schnell auf ein für die Beratung geeignetes Maß einschränken.

Wie eine aktuelle IVFP-Umfrage unter Maklern ergab, kennen inzwischen 60 Prozent aller Vermittler des IVFP-Makler-Panels „fairgleichen.net“. Ein Fünftel der Befragten hat die Vergleichssoftware bereits angewendet. Mehr als 60 Prozent verwenden den Rechner mehrfach im Monat.

Wie stochastische Simulierung hilft

Kürzlich wurde „fairgleichen.net“ um die Ergebnisse stochastischer Simulationen, wie sie zum Beispiel im Basis-Informationsblatt verwendet werden, ergänzt. Mehr als 80 Prozent der Umfrageteilnehmer erachten „fairgleichen.net“ als nützlich beziehungsweise sehr nützlich, sofern damit alle relevanten Tarife zur Verfügung stehen und simuliert werden könnten.

Die Umfrage zeigt aber auch, dass ein Großteil der Befragten lediglich deterministische Hochrechnungen bei der Beratung einsetzen. „Eine vernünftige Beratung muss die Risikoneigung des Kunden mit den Chancen und Risiken des Vorsorgeprodukts in Einklang bringen - hierfür ist eine stochastische Modellierung der Tarife unumgänglich“, betont Hauer.

Die nächsten Ausbaustufen enthalten die Integration der Tarife eines weiteren Lebensversicherers (stochastische Simulation) und eine Erweiterung des Rechners um BU-Versicherungen. „Zudem wird die Ergebnisdarstellung um eine Kostenquote erweitert“, blickt Hauer voraus. Wer sich regelmäßig zu den Entwicklungen, Anbietern und Tarifen in „fairgleichen.net“ per E-Mail informieren möchte, kann sich online anmelden.

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