Umfrage: So positiv nutzen Makler die Coronakrise

Florian Burghardt Berater Maklers Lieblinge

Noch stärker boomte die Weiterbildung. Mehr als die Hälfte (58,8 Prozent) hat im ersten Halbjahr 2020 mehr solcher Angebote wahrgenommen. Mangels Präsenzveranstaltungen finden diese zunehmend im Internet per Videopräsentationen statt. Das zeigt auch ein Blick in die Quartalsbericht der Initiative „gut beraten“. Während sich Präsenzveranstaltungen und E-Learning im Jahr 2019 noch knapp die Waage hielten, machten die verschiedenen digitalen Angebote im zweiten Quartal 2020 insgesamt 92 Prozent aller erfassten Lernformen aus. Allerdings ging in dieser Zeit auch die erfasste Bildungszeit um ziemlich genau 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück.

Dennoch lässt sich die wachsende Nachfrage nach Online-Weiterbildung festhalten. So verzeichnete die Onlinemesse profino im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 einen Anstieg bei den Nutzeranmeldungen um 40 Prozent. Das Webinar-Angebot wuchs in dieser Zeit vergleichsweise um 20 Prozent und erreichte damit 60 Prozent mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer als im Vorjahreszeitraum.

Vor allem Investitionen zurückgestellt

Natürlich hat „Maklers Lieblinge 2020“ auch negative Auswirkungen der Coronakrise abgefragt. So mussten 28,8 Prozent der Vermittler angedachte Investitionen oder Expansionspläne erst einmal zurückstellen. Von ihnen betreute Verträge wurden bei 15,4 Prozent krisenbedingt gekündigt. In 2,8 Prozent der Fälle mussten die Unternehmer sogar Mitarbeiter entlassen.

Sein Geschäft wegen der Krise aufgeben musste allerdings kein einziger Umfrageteilnehmer. Dazu beigetragen haben vielleicht auch die Corona-Soforthilfen aus dem Bundeshaushalt oder der einzelnen Bundesländer. Etwa jeder fünfte Makler (20,8 Prozent) hat diese für sein Unternehmen in Anspruch genommen.

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