Teures Bauland: Grundstückspreise klettern auf Rekordhoch

Florian Burghardt Sachwerte

Nicht nur die Preise für Häuser und Wohnungen, auch die für baureife Grundstücke haben ein Rekordniveau erreicht. Wo es am teuersten und wo noch relativ günstig ist, zeigt eine Analyse des Statistischen Bundesamts.

Auch ohne Haus schon teuer: Der Quadratmeter baureifes Grundstück kostete noch nie so viel wie im vergangenen Jahr – Tendenz steigend.

Auch ohne Haus schon teuer: Der Quadratmeter baureifes Grundstück kostete noch nie so viel wie im vergangenen Jahr – Tendenz steigend. Bild: Pixabay

Auch wenn teilweise von einer Blase gesprochen wird, so werden Immobilien wohl noch lange als besonders wertvolle Geldanlage gelten. Eine Studie prognostiziert in den meisten der 401 deutschen Kreise und Städte weiterhin einen realen Wertzuwachs – und das mindestens für die nächsten 10 Jahre.

Doch nicht nur das Komplettpaket aus Haus und Grundstück gilt als Renditegarant. Auch neues, noch leeres Bauland hat in den letzten Jahren deutlich an Wert gewonnen. So lag der Kaufpreis pro Quadratmeter baureifem Grundstück Ende 2019 bei 189,51 Euro. In den zehn Jahren zuvor ist der Wert damit um 55,3 Prozent angestiegen (Stand 2009: 122,00 Euro pro Quadratmeter). Das geht aus dem aktuelle „Preisindex für Bauland“ des Statistischen Bundesamts hervor. Damit haben baureife Grundstücke im Durchschnitt noch nie so viel gekostet wir im vergangenen Jahr.

Bundesweit große Unterschiede

Natürlich gibt es aber bundesweit große Unterschiede. Grundsätzlich steigen die durchschnittlichen Kaufwerte mit der Gemeindegröße. In Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern wurden im Schnitt 66,04 Euro pro Quadratmeter bezahlt. In den 14 größten Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern waren es durchschnittlich 1.128,33 Euro.

Am meisten mussten Häuslebauer in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg bezahlen. Dort kostete der Quadratmeter Bauland 1.328,48 Euro beziehungsweise 1.157,91 Euro. Am niedrigsten waren die durchschnittlichen Preise in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern: Hier lagen sie unter 60 Euro pro Quadratmeter.

Jüngste Untersuchungen zeigen: Auch vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist die deutsche Immobilien-Kauflust ungebrochen. Die weiterhin sehr niedrigen Zinsen machen es möglich. Wann es aber zu teuer wird und was Verbraucher ganz grundsätzlich beim Immobilienkauf beachten sollten, hat uns kürzlich Immobiliengutachter André Heid im Interview verraten.

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