Social Media: 4 gravierende Fehler, die Makler vermeiden sollten

Digital Berater Top News von Wladimir Simonov

Soziale Netzwerke sind für Makler mittlerweile ein unerlässliches Medium, um in Kontakt mit ihren Kunden zu treten und für ihre Dienstleistungen zu werben. Die wenigsten agieren hierbei aber erfolgreich, findet Experte Wladimir Simonov. Welche grundlegenden Fehler es zu vermeiden gilt, verrät Simonov in einem Gastbeitrag.

Wladimir Simonov

Wladimir Simonov unterstützt mit seiner Firma Digitalmacht Makler bei der Kundenakquise via Social Media. Bild: Simonov

Zu mir kommen immer wieder Versicherungsdienstleister, die mir weismachen wollen, dass Social Media für sie nicht funktioniert. Wenn ich mir dann ihr Profil ansehe, weiß ich auch warum. Du musst verstehen, dass dein Facebook- oder Instagramprofil heutzutage deine digitale Visitenkarte ist, die du jedem neuen Kontakt auf den Plattformen in die Hand drückst. Jeder, der auch nur ansatzweise interessiert ist, möglicherweise deine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, wird sich dein Profil kurz ansehen. Garantiert. 

Setze einfach die folgenden Basics um und vermeide die Fehler, die ich dir gleich verraten werde und du wirst sofort als vertrauenswürdiger und kompetenter Dienstleister von deiner Zielgruppe wahrgenommen.

1. Fehler: Dein Profilbild wirkt unseriös

Wenn du Finanzdienstleistungen erfolgreich auf Facebook verkaufen möchtest, ist eine Karikatur, ein Comic oder eine Katze als Profilbild ungefähr so intelligent wie die Suche nach der wahren Liebe während des Bordellbesuchs. Niemand nimmt dich als seriösen Finanzberater wahr und wer will schon von einem Typ mit Hundeprofilbild beraten werden? Richtig, niemand! Das finden Menschen einfach nicht kompetent und professionell. Du fragst deinen Hund auch nicht nach seiner Meinung zu deiner Altersvorsorge. Solltest du dich jetzt angesprochen fühlen, dann tausche dein Profilbild aus. Denn die Wahrnehmung deiner Kompetenz bestimmt, ob die Leute bei dir kaufen werden oder nicht. 

2. Fehler: Deine Posts sind „gewöhnungsbedürftig”

Halte dich von Verschwörungstheorien fern - Posts über Chemtrails, COVID oder Esoterik sind Gift und lassen dich ungefähr so kompetent wirken wie das Führungsteam von Wirecard. Du wirst dadurch zwar auch Kontakte gewinnen, aber solche Menschen will niemand als Kunde haben! Verzichte außerdem auf politische Postings - besonders dann, wenn du dich an den politischen Rändern rechts oder links befindest. Niemand möchte radikales Geschwafel lesen und dann eine Finanzberatung erhalten. Abgesehen davon, dass die extreme Klientel meist nicht besonders kaufkräftig ist.

3. Fehler: Kleider machen Leute - auch in Zeiten von Instagram und Facebook!

Du benötigst keinen maßgeschneiderten Designeranzug mit vergoldeten Manschettenknöpfen. Aber es ergibt auch nicht unbedingt Sinn, dich in Badehose am Ballermann ablichten zu lassen und das als dein neues Profilbild auszuwählen! Du fährst auch nicht mit dreckigem Unterhemd und Adiletten zu deinen Kunden und versuchst ihnen eine Lebensversicherung anzudrehen. Kleider machen Leute und diese Weisheit hat auch im Zeitalter der Hashtags nicht an Gültigkeit verloren.Wenn du auf den klassischen Anzug verzichtest, ist das absolut in Ordnung. Bemühe dich aber dennoch, Stil zu wahren! Das ist ein Teil deiner Kompetenz, welche potenzielle Kunden auf Social Media wahrnehmen. Erinnern wir uns daran: Das Ziel ist es, dass Kunden dir in Finanzangelegenheiten vertrauen. 

4. Fehler: Du versteckst dich vor deiner Zielgruppe!

Mir kommt es manchmal wirklich so vor, als schämen sich Leute für ihren Namen oder ihr Unternehmen. Sie verfremden ihren Profilnamen und ihr Profilbild, damit sie gar nicht erst gefunden werden. Wenn du dich so präsentierst, wirst du höchstens für einen Internet-Troll gehalten und niemand wird dich ernst nehmen. Wenn dein Name Wladimir Simonov ist, dann nenne dich auch so. Füge deiner Beschreibung dein Unternehmen und eventuelle Titel hinzu, statt dich selbst zu verstecken. „Finanzberater Wladimir Simonov hilft Zielgruppe X das Ergebnis Y zu erreichen" klingt gut und dein potenzieller Kunde sieht auf einen Blick, welche Kompetenzen du besitzt.

Schließlich geht es gerade in Gelddingen darum, Menschen zu finden, die sich bereits Gedanken über ihr Geld machen. Diese Menschen sollten dich erkennen! Also verstecke dich nicht und ziehe deine Sache durch! Du willst der Mr. Right für Finanzangelegenheiten sein und kein mysteriöser Facebook-Troll…

Übrigens: Wenn ich dich recherchiere und es kommt gar kein Social Media Profil, dann stelle ich mir die Frage: „Was ist da faul? Was steckt dahinter, dass du kein Social Media Profil hast?" 

Jeder hat Social Media, vor allem du als Unternehmer beziehungsweise Verkäufer benötigst ein Profil. Alles andere ist sehr verdächtig und deutet darauf hin, dass du etwas zu verbergen hast. Das spüren auch deine Kunden. Du vermittelst die unterschwellige Botschaft, dass du mit dir selbst unzufrieden bist und dir selbst nicht vertraust. Du vertraust dir sogar so wenig, dass du nicht einmal deinen Namen und dein Gesicht online zeigen kannst.

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