Kundenurteil: Das sind die fairsten Firmenversicherer

Anne Hünninghaus Versicherungen

Retter in Krisenzeiten? Versicherte Unternehmen erteilen acht von 29 Anbietern die Bestnote, wenn es um einen fairen Umgang geht. Welche das sind und wie sich Fairness messen lässt, verrät eine aktuelle Studie.

Gerade in diesem krisengeprägten Jahr kommt es versicherten Firmen auf faire Bedingungen an.

Gerade in diesem krisengeprägten Jahr kommt es versicherten Firmen auf faire Bedingungen an. Bild: Adobe Stock/maikal7774

Die Corona-Krise hat einen Großteil der Unternehmen gleich zu Beginn dieses Frühjahrs hart getroffen. Während manche Firmen sich hauptsächlich mit einer raschen Umstellung auf Homeoffice-Strukturen beschäftigen mussten, versanken andere völlig im Chaos und kämpften mit Ausfällen und finanziellen Nöten. Die Betriebsschließungs-, die Betriebsunterbrechungs- oder Praxisausfallversicherungen waren dadurch besonders gefordert. Bei manchem Anbieter sorgten teils schlagzeilenträchtige Rechtsstreitigkeiten für erhebliche Imageschäden.

Doch nicht in allen Konstellationen herrschte Unmut, in den meisten Fällen konnten Firmenversicherer offenbar zufriedenstellende und faire Lösungen für ihre Kunden finden. Das spiegelt zumindest eine aktuelle Umfrage des Analyseshauses ServiceValue und der Zeitschrift Focus Money wider. Der – eher schwammigen – Fairness-Begriff wurde für die Untersuchung in fünf Teildimensionen und 19 Leistungsmerkmale übersetzt. Im Zeitraum Juli bis August gaben 1.475 Kunden ihre Einschätzungen zu 29 Anbieten ab.

Anhand dieser Kriterien lässt sich Fairness messen

· Faire Kundenberatung (Merkmale z.B. Fachkompetenz, Beratungsqualität)

· Fairer Kundenservice (Merkmale z.B. Reaktionszeit, Kulanz)

· Faire Kundenkommunikation (Merkmale z.B. Verständlichkeit der Unterlagen)

· Fairer Schutz und Vorsorge (Merkmale z.B. Qualität, Flexibilität, Sicherheitsgefühl)

· Faires Preis-Leistungs-Verhältnis (Merkmale z.B. Kostentransparenz, Bündelpolicen)

Aus der jeweiligen Bewertung der Einzelaspekte errechneten die Studienmacher eine Schulnote pro übergeordnete Teildimension. Alle Anbieter mit einem durchschnittlichen Gesamtwert bekamen die Note „gut“, solche über dem Durchschnitt die Note „sehr gut“.

In allen fünf Teildimensionen ein „sehr gut“ erzielten die vier Anbieter Württembergische, Allianz, Provinzial und INTER. Für die endgültige Rangliste wurden die Noten aller Teildimensionen zusammengerechnet. Insgesamt acht Firmenversicherern bescheinigten die Kunden die Bestnote:

Das sind die Kundenlieblinge unter den Firmenversicherern

  • Württembergische
  • Allianz
  • Provinzial
  • SV Sparkassenversicherung
  • LVM
  • Debeka
  • INTER
  • Signal Iduna

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Firmenversicherung der Zurich ein etwas schwächeres Ergebnis und musste sich mit einem „gut“ in die zweite Reihe verabschieden. Der Signal Iduna gelang indes der Aufstieg in der Kundengunst. Insgesamt konnten die Anbieter ihre Vorjahreswerte im Durchschnitt verbessern.

Die meisten Punkte bei ihren Kunden sammelten die Versicherer in der Teildisziplin „Fairer Schutz und Vorsorge“. Sehr gute Arbeit bescheinigen die Kunden den Versicherern für die Items „Qualität der Produkte und Leistungen“ und „Gefühl der Sicherheit“. Das zu vermitteln ist insbesondere in Krisenzeiten eine wichtige Währung.

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