Hand abgesägt: Versicherungsbetrug endet im Gefängnis

Florian Burghardt Panorama

Die abgetrennte Hand: Beinahe schon ein Klassiker aus der Versicherungsbetrugs-Schublade. Doch der gemeinsame Plan endete für ein junges Paar nicht bei rund 400.000 Euro plus Unfallrente, sondern im Gefängnis.

Hand abgesägt: Ein versuchter Betrug von mehreren Unfallversicherungen endete für ein junges Paar glatt im Gefängnis.

Hand abgesägt: Ein versuchter Betrug von mehreren Unfallversicherungen endete für ein junges Paar glatt im Gefängnis. Bild: Pixabay

Immer wieder tauchen skurrile Meldungen über missglückten Versicherungsbetrug auf. Eine aktuelle kommt aus Slowenien. Eine aus der dortigen Hauptstadt Ljubljana stammende Frau habe sich eine komplette Hand ab dem Handgelenk mit einer Kreissäge abtrennen lassen. Offenbar, um Leistungen aus mehreren Unfallversicherungen zu kassieren. Das berichtet unter anderem Focus Online.

Die 22-Jährige soll den Plan zusammen mit ihrem 30-jährigen Lebensgefährten geschmiedet haben. Nachdem die Hand abgetrennt war, habe das Paar diese am „Tatort“ zurückgelassen und ohne diese ins Krankenhaus gefahren. Den Berichten zufolge wollten sie dadurch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass es bei der Frau zu einer dauerhaften Behinderung kommt, die einen Erhöhungsfaktor bei der Versicherungsleistung ausgelöst hätte. Demnach hätte das Paar nicht nur rund 380.000 Euro direkte Auszahlung erhalten, sondern auch noch eine fortlaufende Unfallrente in Höhe von 3.000 Euro monatlich. Dafür hätten insgesamt fünf verschiedene Policen bestanden.

Diese Ausmaße ließen auch die Richter stutzig werden, die den Vorgang genau aufklären ließen. Am Ende gab es kein Geld für die Komplizen, sondern zweijährige Haftstrafen. Glück im Unglück: Da die örtlichen Behörden die abgesägte Hand sehr schnell fanden, konnte diese der Frau im Krankenhaus noch rechtzeitig wieder angenäht werden.

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