Corona-Service: Diese Versicherer und Pools halfen Maklern am besten

Corona Berater Maklers Lieblinge Top News Detlef Pohl

Generell stellen die unabhängigen Vermittler den Versicherern mittelmäßige Noten für die Schadenregulierung in der Krise aus. Knapp die Hälfte (47,4 Prozent) stimmt der Aussage zu, dass die Schadenregulierung problemlos erfolgt. Allerdings fordern fast drei Viertel (73,4 Prozent), dass die Versicherer bei Betriebsschließungsversicherungen kulanter sein sollten. Die zum Teil schlechte Kommunikation der Versicherer und deren Unwilligkeit zu fairen Lösungen erschwere Maklern das Kundengespräch und lässt die Branche nicht los (procontra berichtete).

Arbeitsinhalte teilweise geändert

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie verteilt sich die Arbeitszeit anders als früher. Die Kundenberatung nimmt mit 23,3 Prozent zwar immer noch den größten Anteil ein, weist aber einen Rückgang von rund vier Prozentpunkten im Vergleich zur Phase vor Corona auf. Während für die Kundenakquise vor Ausbruch der Pandemie noch der zweitgrößte Anteil der Arbeitszeit entfiel, nimmt mittlerweile die Kunden- und Vertragsverwaltung diese Stelle ein.

Zum Vergleich: Den größten Teil ihrer Arbeitszeit pro Kunde verwendeten die unabhängigen Vermittler vor einem Jahr noch auf die Beratung (35 Prozent) – aller Regulierung zum Trotz (procontra berichtete). Beim Aufwand folgen im Vergleichszeitraum 2019 Angebotserstellung und Abschluss, die 24 Prozent des Zeitumfangs kosteten, gefolgt von Terminplanung und Kontaktpflege (elf Prozent).

Mehr Kontakte per Telefon und Videokonferenz

Aufgrund der Pandemie verteilt sich die Anzahl der Kundentermine von Maklern über verschiedene Kanäle. Knapp ein Drittel der Befragten nahm weniger Kundentermine wahr, 56 Prozent sprachen sogar von erheblich weniger Kundenterminen. Dagegen ist bei telefonischen oder Videotelefon-Terminen ein klarer Anstieg zu verzeichnen.

Dennoch sehen sich nur 35,6 Prozent der Befragten als digitale Vorreiter bzw. digital Fortgeschrittene. 73,7 Prozent sind der Meinung, dass die Versicherer gezwungen sind, digitaler zu werden. Rund die Hälfte der Maklerfirmen (51,9 Prozent) gab an, dass sich die Kunden an die digitale Kommunikation gewöhnten.

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Wie sich die Arbeitsinhalte in der Pandemie geändert haben

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