Allianz wirft Auge auf französischen Versicherer

Martin Thaler Versicherungen

Berichten zufolge interessieren sich die Münchener für eine Übernahme der französischen Aviva-Tochter, mit der sie unter die drei größten Versicherer im Nachbarland aufsteigen würde. Hierfür hat sich die Allianz mit dem Abwickler Athora zusammengetan.

Oliver Bäte

Die Allianz um CEO Oliver Bäte ist Berichten zufolge an einer Übernahme der französischen Aviva-Tochter interessiert. Bild: Allianz

Die Allianz scheint ein Auge auf die französische Tochter des britischen Versicherers Aviva geworfen zu haben. Dies legen zumindest Presseberichte nahe, die sich auf Insider-Informationen berufen. Demnach haben sich die Münchener mit dem Abwicklungsspezialisten Athora für die anvisierte Übernahme zusammengetan.

Entsprechende Gespräche seien bereits weit fortgeschritten, exklusive Gespräche gebe es aber noch nicht. Zu den weiteren Interessenten gehören neben der Axa und der Generali auch die französische La Mondiale.   Insgesamt soll es um ein Volumen in der Größenordnung von zwei bis drei Milliarden Euro gehen. Kommt es zum Verkauf, würden sich laut Presseberichten die Allianz und Athora das Aviva-Geschäft wohl aufteilen. Während Athora sich um die Abwicklung des Lebensversicherungsgeschäfts kümmern würde, würde die Allianz die Schaden- und Unfallsparte übernehmen. Am Zukauf von Lebensversicherungsbeständen ist die Allianz nicht interessiert – im Gegenteil. Zuletzt trennte sich der DAX-Konzern von 95.000 Lebensversicherungen in Belgien, die an Rückversicherer Monument Re verkauft wurden. Auch für das italienische Lebensversicherungsgeschäft soll Presseberichten ein Käufer gefunden werden.  

Die Münchener würden durch den Kauf auch in Frankreich zu den drei größten Versicherern gehören. Diese Plätze werden derzeit noch von der Axa sowie zwei Gegenseitigkeits-Versicherern eingenommen. Von den betroffenen Unternehmen wollte sich bislang keines zu den Berichten äußern.

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