Wofür Internetnutzer das World Wide Web nutzen

Martin Thaler Berater

Vor allem die Videotelefonie wird von immer mehr Internetusern in Anspruch genommen – hier zeigen sich bereits die Corona-Beschränkungen. Auch Makler mussten ihre Arbeit verstärkt ins Netz verlagern.

Video-Telefonie

Videotelefonie wurde im ersten Quartal des Jahres von deutlich mehr Internet-Usern genutzt als noch im Vorjahr. Bild: Adobe Stock/ Andrey Popov

Die Corona-Krise und die hiermit verbundenen Beschränkungen haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen in Deutschland mittels Videotelefonaten kommunizieren. Dies zeigen Daten, die nun vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wurden.

So nutzten im ersten Quartal des Jahres 68 Prozent der 67 Millionen Internetnutzer ab 10 Jahren Videoprogramme wie Skype, Zoom, Facetime, WhatsApp oder Fiber. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (59 Prozent) stellt dies eine deutliche Zunahme dar.  

Beim Statistischen Bundesamt schätzt, dass die starke Zunahme ein erstes Anzeichen für die Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen zu Beginn der Corona-Pandemie sein könnte. Auch Makler mussten aufgrund geschlossener Ladenlokale verstärkt auf Video-Programme zur Beratung zurückgreifen. Statt auf Skye, WhatsApp & Co. zurückzugreifen sollten Makler laut Vertriebstrainer Jan Helmut Hönle jedoch auf professionelle Online-Beratungstools zurückgreifen.  

„Setzen Sie besser von Anfang an auf ein höherwertiges Tool, um professionell durchstarten zu können. Bei den meisten Anbietern kann man eine Testversion einen Monat lang ausprobieren ohne sich dauerhaft festzulegen“, rät Hönle. Profi-Tools punkten unter anderem mit der Einbindung einer elektronischen Unterschrift oder eines Whiteboards, das der Makler im Beratungsgespräch für Skizzen nutzen kann. Entsprechende Anbieter verzeichneten m Frühjahr eine deutlich gestiegene Nachfrage. „Wir verzeichnen einen starken Anstieg der Online-Nutzung um teilweise bis zu 2.000 Prozent im Monat“, erklärte Felix Anthonj, CEO der Flexperto GmbH, auf procontra-Nachfrage.    

Auch bei anderen privaten Internetaktivitäten ließ sich ein Anstieg feststellen. So hörten im ersten Quartal 59 Prozent der Internetnutzer online Musik über Internetradio oder Online-Streamingdienste – sechs Prozent mehr als noch vor einem Jahr. 77 Prozent der Nutzer lasen Online-Nachrichten oder -Zeitungen (Vorjahr: 72 Prozent), 71 Prozent informierten sich im World Wide Web über Gesundheitsthemen (68 Prozent).  

Am stärksten verbreitet unter Internetusern ist weiterhin der Versand von Mails (90 Prozent) sowie die Informierung über Waren und Dienstleistungen (89 Prozent). 73 Prozent der Internetuser kauften im ersten Quartal 2020 auch online ein (Vorjahr: 70 Prozent). Besonders beliebt ist dabei die Bestellung in Restaurants oder bei Catering-Services (29 Prozent). Gut ein Fünftel kaufte darüber hinaus Lebensmittel und Getränke im Supermarkt über das Internet, 16 Prozent bestellten Reinigungsmittel, Hygiene- und Körperpflegeartikel.

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