Online-Handel als Corona-Retter? Aber bitte mit Cyber!

Handelsschutz Berater Top News von Alexander Meurer

Zu den Siegern von Corona gehört der Online-Handel, ergab eine aktuelle Studie der W&V: Satte 90 Prozent betrug der Anstieg im April gegenüber dem Vorjahr. Deswegen haben viele Händler auf die Schnelle Webshops eingerichtet – doch diese bringen auch bestimmte Cyber-Risiken mit sich. Letztere sollten Sie in der Beratung unbedingt ansprechen.

Mit Online-Handel gegen Corona-Einbußen – aber ist das sicher?

Mit Online-Handel gegen Corona-Einbußen – aber ist das sicher? Bild: Adobe Stock/ponta1414

Wenn man sich heute in den Deutschen Innenstädten umsieht, rückt der März plötzlich in weite Ferne: Mit dem „Lockdown“ als Eindämmungsmaßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus mussten u. a. auch die meisten Einzelhändler ihre Geschäfte für den physischen Besucherverkehr schließen. Viele Unternehmer haben in diesem Zuge versucht, die dadurch entstandenen Umsatzeinbußen per Online-Handel zu kompensieren. Doch längst nicht jeder Einzelhändler ist mit der Materie vertraut und kann auf eine zuverlässige Infrastruktur zurückgreifen, die den sicheren Zahlungs- und Warenverkehr im Netz gewährleistet.

Cyberversicherung wird wichtiger

Einige dieser schnell aus dem digitalen Äther gestampften Webshops werden nach genauerer Prüfung erhebliche Sicherheitslücken aufweisen, die Sie Ihren Kunden unbedingt ins Bewusstsein rufen sollten. Bereits 2019 galten laut „Allianz Risk Barometer 2019“ Cybervorfälle erstmals gleichauf mit Betriebsunterbrechungen als die größte potenzielle Gefahr für Unternehmen – weltweit! Und natürlich können Cybervorfälle auch selbst der Auslöser einer Betriebsunterbrechung sein. In Zeiten, in denen sich viele Unternehmen voll auf den Online-Handel stützen, ist eine umfassende Absicherung gegen die finanziellen Folgen von Cyberschäden unverzichtbar. Mit anderen Worten: Eine weitere, digitale Betriebsunterbrechung – während der eigentlichen Betriebsunterbrechung – kann und muss unbedingt verhindert werden.

DSGVO-Check vor Versicherungsabschluss

Visieren Ihre Kunden eine Cyberversicherung an, ergibt sich daraus ein weiterer entscheidender Vorteil: Die meisten Versicherer setzen im Bedingungswerk voraus, dass der Online-Auftritt die neuen Datenschutz-Standards (EU-DSGVO) erfüllt, die seit Mai 2018 europaweit gelten. Bereits durch die Vorbereitung auf den Abschluss lassen sich so viele Risiken im Vorfeld eliminieren – z. B. Ansprüche von Betroffenen bei einer vorliegenden Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten. Damit sind Ihre Kunden gewissermaßen dazu gezwungen, ihren Webshop zukunftssicher zu gestalten – wovon diese auf lange Sicht profitieren werden.

Der Makler als Problemlöser

Ihr Kunde führt einen Traditionsbetrieb, der bislang nur direkt aus dem Laden verkauft und sich dementsprechend noch nie mit dem Online-Handel auseinandergesetzt hat? Dann ist genau diese Situation Ihre Chance, sich als Allrounder und Problemlöser zu positionieren: Stehen Sie Ihren Kunden während dieser schwierigen Zeit zur Seite und helfen Sie ihnen, sich gegen einschlägige Cyberrisiken abzusichern. Wenn Sie jetzt ein besonderes Augenmerk auf diese Zielgruppe legen, können sich daraus nicht nur weitere Empfehlungen, sondern auch langfristige Kundenbeziehungen auf Vertrauensbasis ergeben.

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