Investoren setzen weiter auf Element

Martin Thaler Digital Versicherungen

Der Berliner White-Label-Versicherer Element hat weitere zehn Millionen Euro von Investoren eingesammelt. In der derzeitigen Corona-Krise kann dies als Vertrauensbeweis in das Geschäftsmodell gewertet werden.

Geldsack

Das Berliner Insurtech konnte weitere 10 Millionen Euro bei Investoren einsammeln. Bild: Pixabay/ geralt

Das digitale, aus der Finleap-Schmiede stammende Versicherer Element Insurance hat zehn weitere Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Somit kommen die Berliner mittlerweile auf Gesamtinvestitionen in Höhe von 50 Millionen Euro. Zu den Investoren gehören neben Finleap das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin, , SBI sowie SFV • GB L.P. – ein gemeinsamer Risikokapital-Fond von Sony Financial Ventures und dem japanischen VC Global Brain.  

Der White-Label-Anbieter hatte zuletzt eine Kooperation mit Vodafone für privaten Cyber-Schutz für Mobilfunkkunden bekannt gegeben und 2018 zusammen mit der Signal Iduna für den Fußballverein Borussia Dortmund eine eigene Fan-Versicherung – eine Kombination aus Hausrat- und Haftpflichtversicherung – erstellt. Auch für Makler ist Element mittlerweile aktiv.  

Die erfolgreiche Finanzierungsrunde kann als Vertrauensbeweis seitens der Investoren in das Geschäftsmodell von Element gewertet werden. Insbesondere im ersten Quartal des Jahres hatten sich viele Investoren zurückgehalten – laut aktuellem InsurTech-Briefing von Willis Towers Watson waren die Investitionen im zweiten Quartal jedoch wieder deutlich angestiegen. Trotzdem bleiben die Corona-Auswirkungen auf den Insurtech-Markt unklar, wie Michael Klüttgens, Leiter der Versicherungsberatung bei Towers Willis Watson Deutschland betonte: „Ob und wie der Insurtech-Markt sich von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie erholen wird und wie sich die Lage weiterentwickelt, werden wir erst in ein bis zwei Jahren sehen.“  

Bei Element selbst sieht man sich von der Covid-19-Pandemie nur in geringem Maße betroffen. So sei das Unternehmen durch den Corona-Lockdown nur kurzfristig betroffen gewesen, mittlerweile laufe es wieder deutlich besser. „Sowohl Juni als auch Juli konnten wir mit Rekordzahlen abschließen“, kommentierte Element-Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Macht die zurückliegenden Monate.