Gaming: Warum der Versicherungsschutz für virtuelle Güter boomt

Martin Thaler Versicherungen Top News Berater

Kommt es zum Schadensfall, versichert die Ergo darum auch nur den „nachweisbaren Einkaufswert“. Erstattet wird, was für ein bestimmtes Item gezahlt wurde. Etwaige Marktwerterhöhungen oder auch Gegenstände, die nicht bezahlt, sondern erspielt wurden, fallen hingegen nicht unter den Versicherungsschutz. „Allein um mögliche Betrugsversuche auszuschließen, müssen wir auf einen Nachweis bestehen“, erklärt Wiest.

Während Ergo den Freizeitspieler im Blick hat, orientiert sich der Assekuradeur Insurninja auf den sogenannten E-Sport. Hier haben sich die Spieler meist zu Teams zusammengeschlossen. 50 Organisationen zählt der E-Sport-Bund Deutschland derzeit, Tendenz stark steigend. „Ich bin mir sehr sicher, dass wir früher oder später genauso viele E-Sport-Organisationen haben werden wie klassische Breitensportvereine in Deutschland“, so Schrammke.

Mit ihrer „Digital Squad Protect“ bietet Insurninja diesen Organisationen eine Vermögensschadenspolice, die um diverse Module erweitert werden kann und unter anderem Daten- und Urheberrechtsverletzungen absichert. Auch die virtuellen Güter sind abgesichert, selbst diejenigen, die erspielt und nicht erkauft wurden.

„Konkurrenz belebt das Geschäft“

Auch wenn die ersten Gehversuche von Insurninja/Markel und Ergo durchaus schon zu überzeugen wissen, wünscht sich Makler Schrammke weitere Lösungen. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, glaubt der Berliner. Vieles sei hier noch möglich (höhere Versicherungssummen, unabhängig von Plattformen), perspektivisch hält er auch ein Zusammenwachsen mit der privaten Cyberversicherung für denkbar. Insgesamt biete die Absicherung virtueller Güter und Accounts großes Potenzial, insbesondere auch im Hinblick auf andere Berufsgruppen, wie YouTuber und Streamer.

Makler, die sich beim Thema Gaming auskennen, haben darüber hinaus die Chance, bei der als schwer erreichbar geltenden Generation Z einen Grundstein für ein langfristiges Beratungsverhältnis zu legen. Doch auch ältere Kunden sind für das Thema zu begeistern – die Zahl von 34 Millionen Spielern spricht eine eindeutige Sprache.

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Chancen bei der Generation Z