Altersvorsorge: Immobilie als Lohn für Kindeserziehung?

Detlef Pohl Berater Investmentfonds Sachwerte Top News

Was ist der faire Lohn für die Erziehung der Kinder? Dieser Frage ging jüngst Finanzanalytiker Volker Looman nach. Eine junge Mutter erwartete von ihrem Partner eine Immobilie als finanzielle Gegenleistung. Was die bessere Alternative wäre.

Kindeserziehung

Kindeserziehung lässt sich durchaus seriös in Geld für die Mutter umrechnen. Dabei kämen bei einer Immobilie auf den Kindsvater hohe Beträge zu, zeigt Finanzanalytiker Volker Looman. Bild: Pixabay / Peter Stanic

Was ist der faire Lohn für die Erziehung der Kinder? Dieser Frage ging Finanzanalytiker Volker Looman in seiner wöchentlichen FAZ-Kolumne nach. Aus diesem monetären Blickwinkel haben junge Mütter ihr Babyglück wahrscheinlich nur sehr selten betrachtet. Dabei hat die Betrachtung einen realen Hintergrund, denn Frauen sind viel häufiger von Altersarmut betroffen als Männer (procontra berichtete). Sich auf den Mann als Ernährer und Versorger zu verlassen, birgt also massive Risiken (procontra berichtete).

In seinem Beispielfall berichtet Looman von einer sächsischen Mutter (40) die den Spieß umgedreht hat: Sie wünscht von ihrem schwäbischen Ehepartner (45; finanziell gut situiert) als finanzielle Gegenleistung für die Kindererziehung und den damit verbundenen Einkommensverlust in den nächsten Jahren eine Eigentumswohnung – zunächst als Kapitalanlage und im Alter dann zur Selbstnutzung.

Sofortige Entscheidung für 20 Jahre spätere Nutzung

Der Kindsvater ist bereit, 250.000 Euro beizusteuern für ein Luxusobjekt im Wert von 1 Million Euro. Der Rest soll auf Kredit bezahlt werden. In 20 Jahren will die Frau in ihre 200-Quadratmeter-Wohnung in Dresden-Oberloschwitz einziehen, die zunächst monatlich 2.000 Euro Miete einbringen soll. Der Mann fragte Looman, was er von der Idee hält.

Kurz gesagt: Der Experte hat die Beratung wegen „Befangenheit“ abgelehnt. Grund: Zum einen arbeiten ostdeutsche Mütter meist bald wieder nach der Babypause, zum anderen empfand er persönlich das Tauschgeschäft Baby gegen Wohnung als starken Tobak, der Gefühlschaos auf allen Seiten verursachen könnte, und das Kind davon ja in dieser Zeit nichts hat.

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