Württembergische: BSV-Nachträge sorgen für Verunsicherung

Florian Burghardt Berater Versicherungen Top News Corona

Die Württembergische nahm heute gegenüber procontra zu den Vorwürfen Stellung. Man wolle klarstellen, dass sich die Versicherungsbedingungen (AVB) der angebotenen BSV-Tarife nicht geändert haben.

Allerdings hatte das Unternehmen im Frühjahr eine Vielzahl von Interessenten-Anfragen erhalten, die ihren Betrieb mit einer Betriebsschließungsversicherung absichern wollten. Gegenüber diesen Neukunden wollte man für „maximale Klarheit“ sorgen, wie es heißt. Deshalb habe man in den Angeboten, den Preisinformationen sowie im Versicherungsschein die Leistung der BSV anhand der neuen Formulierung besonders umfassend dargestellt, erklärte eine Sprecherin der Württembergischen.

Fehler in der Datenverarbeitung

Wie procontra heute erfuhr, sorgte dabei ein Fehler in der Datenverarbeitung dafür, dass ab dem 21. April auch BSV-Bestandskunden den erweiterten Text zugesandt bekamen. Dies sei etwa der Fall gewesen, wenn sie im Rahmen ihrer Firmen-Police Änderungen vorgenommen hatten, auch an anderen Bausteinen als der BSV.

„Wir bedauern sehr, dass Bestandskunden durch solche Zusendungen, die den Text für die Neukunden enthielten, verunsichert wurden. Den Fehler haben wir für alle betroffenen Verträge umgehend behoben und die entsprechenden Textfassungen wieder auf den bisherigen Wortlaut umgestellt“, versicherte die Sprecherin.

Die Württembergische stellt also offenbar die Verträge ihrer BSV-Kunden nicht einseitig um. Der Zeitpunkt für einen solchen Lapsus ist angesichts der angespannten Lage im BSV-Thema aber denkbar ungünstig.

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