Privacy-Shield-Urteil: 5 Datenschutz-Tipps für Makler

Florian Burghardt Berater Digital

Der Europäische Gerichtshof hat jüngst das Privacy-Shield-Abkommen gekippt und damit die Praxis im Datenaustausch zwischen der EU und den USA. Doch was bedeutet das für Vermittler? Was müssen sie beachten, ändern und wen gegebenenfalls ansprechen?

Die LV 1871 hat zusammengetragen, was für Makler nach dem Privacy-Shield-Urteil in Sachen Datenschutz jetzt wichtig ist.

Die LV 1871 hat zusammengetragen, was für Makler nach dem Privacy-Shield-Urteil in Sachen Datenschutz jetzt wichtig ist. Bild: Pixabay

Vor zwei Wochen hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) das „Privacy Shield“ für ungültig erklärt. Das Datenschutzabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA hatte seit 2016 den beiderseitigen Umgang mit übermittelten Daten geregelt.

Aus europäischer Sicht ist der US-amerikanische Datenschutz aber stark verbesserungswürdig. Geklagt hätten europäische Datenschützer unter anderem, weil Facebook in den USA dazu verpflichtet sei, US-Behörden wie der NSA und dem FBI die Daten ihrer Nutzer zugänglich zu machen, ohne dass diese widersprechen könnten. Der EuGH hat ihnen Recht gegeben und die bisherige Praxis zum Datenaustausch für ungültig erklärt. US-amerikanische Firmen müssen an ihrem Datenschutz also etwas ändern, wenn sie auch zukünftig mit europäischen Firmen zusammenarbeiten möchten. Jedoch wurde die Übertragung von Kundendaten auf US-Server nicht komplett verboten. Sogenannte Standardvertragsklauseln bleiben bestehen, da sie den EU-Bürgern Sicherheit bieten würden.

Doch was bedeutet das für Versicherungsvermittler und ihren Umgang mit Kundendaten sowie die von ihnen angebotenen Services? Was sollte geädert werden, um Strafen zu vermeiden und wer sind die Ansprechpartner? Die Datenschutzbeauftragten der LV 1871 haben dazu einige spezielle und allgemeine Hinweise für Vermittler zusammengestellt. Sie finden sich in der untenstehenden Bilderstrecke.

Privacy Shield: 5 Datenschutz-Tipps für Makler

Auftragsverarbeitungsverträge prüfen
Mit Blick auf die Entscheidung zum Privacy Shield sollten Vermittler und Makler bestehende Auftragsverarbeitungsverträge prüfen, ob eine Datenübertragung in die USA enthalten ist und auf welcher Grundlage dies geschieht. In diesem Fall ist es wichtig, auf die Vertragspartner zuzugehen und zu erfragen, wie die Datenübertragung nach dem Wegfall des Privacy Shield legalisiert werden kann. Schon allein die Nachfrage kann im Ernstfall viel Geld sparen. Die Big Player werden schon aus Eigeninteresse, nämlich zur Sicherung ihres Geschäftsmodells, höchstwahrscheinlich sehr zeitnah Änderungen vornehmen. Die Datenschutzbehörden haben ebenso bereits angekündigt, dass sie betroffene Unternehmen beraten wollen. Sie werden wahrscheinlich in den nächsten Tagen bereits erste Informationen auf ihren Internetseiten veröffentlichen. Bild: Pixabay
 
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