DFV will neue Risikoträger gründen

Michael Fiedler Versicherungen

Die Deutsche Familienversicherung (DFV) hat eine Kapitalerhöhung beschlossen. Was der Versicherer mit dem frischen Geld vorhat.

Deutsche Familienversicherung Stefan Knoll

Sieht die Deutsche Familienversicherung auf dem Weg zum Konzern: Dr. Stefan Knoll. Bild: DFV

Die erste Bilanzpressekonferenz in diesem Jahr war noch überschattet von der Corona-Krise. Doch von Krisenstimmung ist bei der Deutschen Familienversicherung (DFV) inzwischen kaum noch etwas zu spüren. Das selbstgesteckte Ziel von 100.000 Neuverträgen werden die Frankfurter wohl erreichen. Und nun ist es dem Insurtech im Rahmen einer Kapitalerhöhung gelungen, 1.326.160 neue Aktien zum Preis von je 24,40 EUR zu platzieren. Damit erhöhte sich das Grundkapital von 26.523.240,00 EUR um 2.652.320,00 EUR bzw. knapp 10,0 Prozent auf 29.175.560,00 EUR. Nach Angaben der DFV wurde so ein Bruttoemissionserlös von rund 32,35 Mio. EUR erzielt. Dass die Kapitalerhöhung überzeichnet war, wertet die DFV als Zeichen für hohes Investoreninteresse. Doch was genau hat das Frankfurter Insurtech mit dem Millionenerlös vor?

DFV: Abschied von der Startup-Rolle

Noch in diesem Jahr will der Frankfurter Versicherer zwei Risikoträger gründen. Dabei wird es sich um einen Sachversicherer und einen Krankenversicherer handeln, wie die DFV auf procontra-Nachfrage bestätigte. Damit schafft die DFV die Grundvoraussetzungen, um in beiden Geschäftsfeldern das Produktportfolio auszubauen. Offen blieb aber, ob bereits in diesem Jahr auch eine Krankenvollversicherung lanciert werden soll.
2021 soll zudem ein Lebensversicherer gegründet werden. Damit kämen auch Produkte zur Absicherung der Arbeitskraft ins Blickfeld der Frankfurter, die sich so von der Rolle als Startup entfernen und Schritt für Schritt zum Versicherungskonzern werden.

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