Blitze: Knapp 1.000 Euro Schadenkosten pro Einschlag

Florian Burghardt Berater

Noch nie mussten die Versicherer für die Regulierung von Blitzschäden tiefer in die Tasche greifen als 2019. Doch die Statistik zum Vorjahr fördert auch erfreuliche Entwicklungen zu Tage.

2019 ist die Anzahl der Schäden durch Blitzeinschlag deutlich zurückgegangen. Die durchschnittlichen Kosten im Schadenfall haben hingegen einen neuen Rekordwert erreicht.

2019 ist die Anzahl der Schäden durch Blitzeinschlag deutlich zurückgegangen. Die durchschnittlichen Kosten im Schadenfall haben hingegen einen neuen Rekordwert erreicht. Bild: Pixabay

Durch den Klimawandel nehmen – langfristig betrachtet – Schäden durch Naturkatastrophen weltweit zu. Im vergangenen Jahr trat diese Entwicklung aber ein wenig auf die Bremse: Die weltweiten Schäden blieben unter dem Zehn-Jahres-Durchschnitt.

Hierzulande machte sich das unter anderem dadurch bemerkbar, dass die Anzahl der Blitzschäden deutlich zurückging. Laut vorläufigen Zahlen des GDV haben die Hausrat- (Einschläge in Hausratsgegenstände) und die Wohngebäudeversicherer (Einschläge zum Beispiel in Dach und Mauerwerk) rund 210.000 solcher Schadenfälle reguliert. Das waren etwa 60.000 weniger als im Jahr 2018 und der niedrigste Stand seit 20 Jahren.

Rekordkosten pro Einschlag

Entsprechend gingen auch die gesamten Schadenkosten zurück, auf rund 200 Millionen Euro. Dennoch markiert die Entwicklung des Schadendurchschnitts eine andere Richtung. Mit etwa 970 Euro Kosten pro versichertem Einschlag wurde der höchste Wert seit Beginn der GDV-Auswertungen im Jahr 1998 erreicht.

Laut dem Gesamtverband liegt das vor allem an der technisch immer häufigeren und hochwertigeren Ausstattung der Haushalte und Gebäude, beispielsweise wenn teure Heizungs- oder Jalousien-Steuerungen repariert oder ersetzt werden müssen.

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