5 LV-Leistungsfälle: Versichert oder nicht?

Florian Burghardt Berater Top News

Wenn der Lebensversicherer die Leistung ablehnt, wird oftmals der Ombudsmann eingeschaltet. Welche Lösungen er zuletzt bei Riester-Renten, Sterbegeldversicherungen und anderen Verträgen fand, zeigen einige Beispielfälle.

Führt eine schonendere Behandlungsmethode zum Leistungsausschluss bei einer Dread-Disease-Police? Und wann gilt das Bezugsrecht von LV-Leistungen auch für Ex-Partner? Diese und andere Fragen hat der Ombudsmann beantwortet.

Führt eine schonendere Behandlungsmethode zum Leistungsausschluss bei einer Dread-Disease-Police? Und wann gilt das Bezugsrecht von LV-Leistungen auch für Ex-Partner? Diese und andere Fragen hat der Ombudsmann beantwortet. Bild: Pixabay

Wenn der Versicherer nicht leisten möchte, wenden sich viele Kunden an den Versicherungsombudsmann. Bis zu einem Betrag von 10.000 Euro darf er das Versicherungsunternehmen zur Leistung verpflichten, sofern er davon ausgeht, dass ein Rechtsstreit ebenfalls zur Deckungszusage geführt hätte. Darüber hinaus kann er bis zu einem Wert von 100.000 Euro eine Empfehlung zur Regulierung aussprechen.

Dabei bekommt die Schlichtungsstelle nicht nur Schadenfälle aus der Hausrat-, Haftpflicht- oder Wohngebäudeversicherung auf den Tisch, sondern auch abgelehnte Leistungsanträge aus der Lebensversicherung. Diese kann viele Bereiche betreffen, beispielsweise die Riester-Rente, die Dread-Disease- oder die Sterbegeldversicherung.

Eine Reihe von Beispielen, in denen der Ombudsmann zu einer Lösung zwischen Versicherungsnehmer und Lebensversichere beigetragen hat, haben wir in der untenstehenden Bilderstrecke zusammenstellt.

5 LV-Leistungsfragen: Wie hätten Sie entschieden?

Verbundene Leben-Kapitallebensversicherung
Teilweise erreichen den Ombudsmann auch kuriose Beschwerden. Ein Ehepaar hatte im Jahr 1972 eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen, bei der beide Partner jeweils Versicherungsnehmer und versicherte Person waren. Der Versicherer versandte in der Folgezeit jeweils an beide getrennt die jährlichen Wertmitteilungen und kündigte in zwei Schreiben die Auszahlung der Ablaufleistung an. Als der Versicherer diese dann nur einmal auszahlte, wandten sich die Beschwerdeführer an den Ombudsmann und forderten eine weitere Zahlung. Die Durchsicht des Vertrags ergab jedoch schnell, dass der Versicherer die Ablaufleistung nur einmal schuldete. Er hatte nur deshalb jeden der Beschwerdeführer einzeln angeschrieben, weil sie beide als Versicherungsnehmer Vertragspartner des Versicherers waren. Die Rechte aus dem Versicherungsvertrag können zwei oder mehr Versicherungsnehmer allerdings nur gemeinsam ausüben. So blieb es bei nur einer Auszahlung sowie einer kleinen Vertragskunde durch die Schlichtungsstelle. Bild: Pixabay