Schaden/Unfall: In diesen Sparten sinkt die Chance auf Neugeschäft

Florian Burghardt Versicherungen Top News

Mit Blick auf die einzelnen Sparten innerhalb der Schaden-/Unfallversicherung finden sich aber unterschiedliche Erwartungen. In der Wohngebäudeversicherung beispielsweise wird eine relativ Corona-unabhängige Entwicklung prognostiziert. Hier gehen die Analysten von einem weiterhin steigenden Durchschnittsbeitrag aus. Und das, obwohl sich die Schadenbelastung zuletzt, analog der Elementarschäden, rückläufig entwickelt hat.

Achillesferse der Wohngebäudeversicherer würden die Leitungswasserschäden bleiben. Die hohe Auslastung von Handwerkern zur Behebung solcher Schäden würde die Preise in die Höhe treiben. Hochrechnungen zufolge dürften die Schadenkosten durch Leitungswasser im vergangenen Jahr die 3 Milliarden Euro-Marke überschreiten.

Höhere Kosten durch Corona

Anders verhält es sich beim genaueren Hinsehen in der Sparte Rechtsschutz. Zwar glauben die Analysten auch hier an ein rückläufiges Neugeschäft. Jedoch rechnet man beim GDV nach den Erfahrungen der letzten Wochen in Folge der Corona-Krise mit einer deutlichen Zunahme von Rechtsschutzfällen und damit verbundenen Kosten.

Eine steigende Nachfrage nach Rechtsschutz ließe sich daraus aber wohl nicht ableiten. Die höhere Schadenbelastung würde die steigenden Beiträge in der Sparte aber noch weiter anschieben.

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