In diesen Bundesländern sank die Zahl der Unfallopfer am stärksten

Martin Thaler Versicherungen

In den ersten vier Monaten dieses Jahres gingen die Unfallzahlen deutlich zurück. In manchen Bundesländern sank die Zahl der Unfallopfer besonders deutlich, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen.

In den ersten vier Monaten kam es zu deutlich weniger Unfällen.

In den ersten vier Monaten kam es zu deutlich weniger Unfällen. Bild: Pixabay/ vainodesositis

Die Corona-Krise hat in Deutschland zu deutlich weniger Verkehrsunfällen geführt. Was bislang nur von Seiten einzelner Versicherer kommuniziert worden war, bekommt nun dank Zahlen der Statistischen Bundesamtes einen offiziellen Anstrich.  

So wurden im April insgesamt 144.500 Unfälle registriert – das waren 35 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und die niedrigste Zahl in einem April seit der deutschen Wiedervereinigung.  

Auch die Zahl der Verletzten ging merklich zurück: Ihre Zahl sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 33 Prozent auf 21.000. Kaum betroffen ist hingegen die Zahl derjenigen, die bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. So starben im April dieses Jahres insgesamt 236 Menschen bei einem Verkehrsunfall – das waren nur drei Prozent weniger als im April 2019.  

Auch auf das gesamte erste Jahresdrittel gerechnet ging die Zahl der Unfälle deutlich zurück: Mit insgesamt 706.200 sank ihre Zahl gegenüber dem Vorjahresmonat um 16,8 Prozent, die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ging um 15,8 Prozent auf insgesamt 71.100 Unfälle zurück.  

 

BundeslandZahl der Verunglückten Jan. - April 2020Veränderung ggü. VJZ in %
Baden-Württemberg11.054-19,6
Bayern14.421-22,3
Berlin4.028-17,8
Brandenburg2.524-22,3
Bremen872-23,7
Hamburg2.280-15,1
Hessen6.429-18,8
Mecklenburg-Vorpommern1.464-22,5
Niedersachsen10.368-16,1
Nordrhein-Westfalen18.705-18,9
Rheinland-Pfalz4.644-13,6
Saarland1.169-15,2
Sachsen3.834-18,1
Sachsen-Anhalt2.419-15,5
Schleswig-Holstein3.712-13,9
Thüringen1.803-21,2

Es ist eine Entwicklung, von der auch die Versicherer deutlich profitiert haben dürften: Analysten hatten im April die Einsparungen für die Kfz-Versicherer aufgrund weniger Schäden auf eine Milliarde Euro bis Ende April 2020 geschätzt. Allerdings merkten Versicherer wie die Allianz auch steigende Kosten pro Schadensfall an: Ursache hierfür seien Mehrkosten für erschwerte Bedingungen, unter denen teils Ersatzteile geliefert wurden und die Desinfektion von Fahrzeugen.  

Ob auch im zweiten Jahresdrittel mit sinkenden Unfallzahlen zu rechnen ist, bleibt abzuwarten. Eine Auswertung der HUK-Coburg hatte unlängst ergeben, dass das Verkehrsaufkommen auf den deutschen Straßen wieder steige – vor allem an den Wochenenden.  

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