Generali-Studie: Auf diese bAV-Modelle setzen Arbeitgeber

Florian Burghardt Berater

Mit welchen bAV-Modellen rennen Makler bei Firmen offene Türen ein und wie viel Euphorie kann das BRSG noch hervorrufen? Eine Umfrage im Auftrag der Generali Deutschland gibt Aufschluss.

Laut einer Studie der Generali ist in mittelständischen Unternehmen die rein arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente wieder im Kommen.

Laut einer Studie der Generali ist in mittelständischen Unternehmen die rein arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente wieder im Kommen. Bild: Pixabay

Makler und Mehrfachagenten sind der bedeutendste Vertriebsweg für die betriebliche Altersversorgung (bAV). Doch mit welchen bAV-Modellen rennen sie in der Beratung bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern offene Türen ein? Wie verlaufen hier die Trends? Mit diesen Fragen hat sich das F.A.Z.-Institut im Auftrag der Generali Deutschland befasst. Dazu wurden im Januar 2020 insgesamt 201 Personalverantwortliche, in deren Zuständigkeit die betriebliche Altersversorgung fällt, aus deutschen mittelständischen Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern befragt.

Besonders stark wuchs demnach, im Vergleich zum Vorjahr, die Verbreitung von gemischten Finanzierungsmodellen. Dabei leisten sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer monatliche Beiträge für den Vertrag. Am stärksten war das Wachstum solcher Mischmodelle in den größeren Betrieben mit 250 bis 500 Mitarbeitern zu verzeichnen.

BRSG wird zunehmend skeptisch betrachtet

Die Generali liefert seit 2011 jährlich ein Update zu ihrer bAV-Studie. Mit Blick zurück konnte nun erstmals seit drei Jahren wieder ein Anstieg der Abschlüsse von rein arbeitgeberfinanzierten Betriebsrenten verbucht werden. Der Anteil an rein arbeitnehmerfinanzierten Entgeltumwandlungen blieb hingegen unverändert.

Insgesamt sehen die Befragten eine fortschreitende Verbreitung der bAV in ihren Unternehmen. Dies ist aber anscheinend der langjährig kontinuierlichen Entwicklung in dieser Sparte zu verdanken. Denn die Bedeutung des vor gut 2 Jahren gestarteten Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) sehen die bAV-Verantwortlichen eher skeptisch. Angesichts erst einem geschlossenen Sozialpartnermodell sinkt bei ihnen der Glaube daran, dass das BRSG noch zum großen Treiber in der bAV werden kann.

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