Erben & Schenken: Wie Makler hier beraten sollten

Vorsorgekonzepte Berater Top News von Beatrix Altmann

Viele Kunden sind nachlässig beim Erben und Schenken – sehr zur Freude des Fiskus, der gerne die Hände aufhält. Wie hoch die steuerliche Belastung ausfallen kann und warum Fondspolicen hier punkten, erläutert dieser Beitrag.

Legal den Fiskus austricksen: Fondspolicen können maßgeblich zu einer steuerfreien Vermögensübertragung beitragen.

Legal den Fiskus austricksen: Fondspolicen können maßgeblich zu einer steuerfreien Vermögensübertragung beitragen. Bild: Adobe Stock/ptnphotof

Zwischen 200 und 300 Millionen Euro werden schätzungsweise jährlich in Deutschland vererbt oder verschenkt. Wird dabei keine Vorsorge getroffen, kann der Fiskus häufig einen nennenswerten Teil der Erbschaft abgreifen. Wer zum Thema Erben & Schenken also steuerminimierende Konzepte anbieten kann, rennt bei solventen Kunden nach wie vor offene Türen ein.

Und der Fiskus profitiert davon, dass viele Menschen sich nicht ausgiebig genug mit der Übertragung des eigenen Vermögens auf die nächste Generation befassen. So wird etwa ein geerbtes Fondsdepot bei einer Bank erbschaftsteuerpflichtig, falls die Freibeträge bereits ausgeschöpft sind. Selbst bei kleinen Sparraten von 100 Euro können bei einer längeren Laufzeit in einem Fondsdepot teilweise von 30.000 bis zu 150.000 Euro fällig werden. Dies können sich Anleger mit einer Fondspolice und vorausschauender Planung sparen.

Denn es gibt sinnvolle Möglichkeiten, eine flexible Altersvorsorge mit einer steuersparenden Lösung zur Vermögensübertragung zu verbinden. So ist beispielsweise die Todesfallleistung einer fondsgebundenen Rentenversicherung inklusive aller Erträge frei von einer Belastung durch die Abgeltungsteuer.

Es müssen jedoch folgende Details beachtet werden: Der Erblasser ist eine versicherte Person, die Police muss eine lebenslange Laufzeit aufweisen und der Erbe muss der eingetragene Empfänger der Todesfallleistung sein.

Vermögen für die Erben sichern

Wollen Ihre Kunden ihr Vermögen also gewinnbringend „arbeiten“ lassen – es aber zugleich steuerschonend auf die nächste Generation übertragen, finden sie in Fondspolicen das passende Produkt. Neben Steuervorteilen bringt diese Form des Erbens & Schenkens auch deutlich weniger Aufwand als herkömmliche Erbmodelle, bei denen meist zusätzlich Anwälte und Notare eingeschaltet werden müssen. Zudem profitieren die Angehörigen vom Hinterbliebenenschutz.

In vielen Fondspolicen lassen sich auch zwei Versicherungsnehmer in den Vertrag aufnehmen. So kann der Vertrag auf die persönliche und steuerliche Situation individuell angepasst werden. Hier können Ihre Kunden ordentlich Steuern sparen. Eine Fondspolice kann im Todesfall auch als Schutz vor möglichen Pflichtteilansprüchen wirken. Sollen dagegen andere Personen außerhalb der Familie bedacht werden, können diese als bezugsberechtigte Personen innerhalb einer Fondspolice eingetragen werden. Im Erbfall fließt dann die Todesfallleistung direkt an die Bezugsberechtigten, ohne dass darauf ein Pflichtteil beansprucht werden kann.

Im Rahmen der Steueroptimierung kann zudem vereinbart werden, dass im Todesfall der Bezugsberechtigte anstelle der Einmalleistung eine Rente erhält. Der Vorteil: der steuerpflichtige Wert kann bei einer Rentenzahlung auf rund ein Drittel gesenkt werden.

Tipp: Allgemeine Hinweise dürfen Sie geben. Aber nicht auf den Einzelfall bezogen. Dafür sollten Sie sich ein Netzwerk aus Steuerberatern aufbauen, damit Sie nicht in unerlaubte Rechts- oder Steuerberatung stolpern.

  • Facebook Kommentare
  • Disqus Kommentare