Corona: Versicherungen auf der Suche nach einer neuen Normalität

Anne Hünninghaus Corona Versicherungen Top News

Wie geht es weiter?

Auch die anderen befragten Versicherer möchten aus der Not eine Tugend machen und nach der Krise nicht komplett in alte Gewohnheiten zurückfallen.

„Wir haben in der Organisation viele ermutigende Erfahrungen gemacht, die wir jetzt zusammentragen und auswerten“, so Julia Merkel von der R+V. „Wir möchten uns die Flexibilität, Selbstbestimmtheit und Veränderungsbereitschaft erhalten und arbeiten an den Voraussetzungen, die es dazu braucht.“ Dazu gehörten zum Beispiel der Ausbau der Telearbeit und des mobilen Arbeitens, sowie Konzepte zu Homeoffice, neuen Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodellen, der Gleichwertigkeit virtueller Meetings und virtueller Lernformate

Die Allianz, die derzeit verstärkt auch auf virtuelle Möglichkeiten wie Telefon- und Videokonferenzen setzt, möchte die digitale Interaktion mit den Kunden weiter ausbauen: „Das sind sicherlich alles Erfahrungen, die uns auch nach Ende der Corona-Krisensituation noch helfen werden.“ Bereits vor einem Jahr habe man die technischen Möglichkeiten für mobiles Arbeiten für den Großteil der Mitarbeiter geschaffen. „Das hat uns in der Corona-Pandemie sehr geholfen als es darum ging, dass kurzfristig alle Mitarbeiter von zu Hause aus gearbeitet haben. Die Erfahrungen aus dem großflächigen Wechsel unserer Belegschaft ins Homeoffice sind sehr gut.“

Ganz neu auf den Plan geholt hat die Krise das Thema also nicht – aber sie funktionierte zumindest als Verstärker, auch bei der Allianz: „Ganz sicher werden wir in der Folge einen Schub sehen bei der Virtualisierung und Digitalisierung der Arbeit. Und grundsätzlich gehen wir davon aus, dass flexible Arbeitsmodelle auch bei uns weiter zunehmen werden. Nach der Corona-Pandemie werden wir uns die Entwicklungen sehr genau anschauen, Rückschlüsse ziehen und diese dann mit den Arbeitnehmervertretern besprechen.“ Bis dahin gelte – abseits der noch herrschenden Ausnahmesituation, in der die Rückkehr ins Büro freiwillig ist - weiterhin die bestehende, breite Regelung mit zwei Tagen mobilem Arbeiten pro Woche.

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