3 von 4 Maklern wollen digitaler werden, aber…

Florian Burghardt Digital Berater

Viele Makler wollen ihre Arbeitsabläufe stärker digitalisieren, das zeigt eine Umfrage. Die meisten wissen bereits, welche Maßnahmen ihren Vertriebserfolg steigern würden. Doch offenbar hakt es noch.

Die meisten Makler wollen digitaler werden. Doch was ihren Vertriebserfolg steigern könnte, ist nicht so leicht zu bekommen.

Die meisten Makler wollen digitaler werden. Doch was ihren Vertriebserfolg steigern könnte, ist nicht so leicht zu bekommen. Bild: Pixabay

Die Corona-Krise wird die Beraterwelt verändern beziehungsweise tut dies schon seit Wochen. Um weiterhin für ihre Kunden da zu sein, setzen Vermittler beispielsweise zunehmend auf Videoberatung. Aber auch insgesamt sollten Makler ihre Arbeitsabläufe digitalisieren. Wer dies nicht tut, droht auf der Strecke zu bleiben.

Laut einer aktuellen Umfrage der Brokertech-Plattform mobilversichert und Asscompact unter 396 Versicherungsmaklern, wollen 3 von 4 Vermittlern in Zukunft digitaler arbeiten als heute. Genauso viele glauben zudem, dass die Corona-Krise der gesamten Versicherungsbranche einen Digitalisierungsschub verpassen wird.

Daten würden Vertriebserfolg steigern

Allerdings offenbart die Umfrage auch die größten Herausforderungen, die für schnellere und automatische Arbeitsabläufe im Maklerbüro überwunden werden müssen. So glauben 80 Prozent der Befragten, dass sie nur dann wirklich digitaler arbeiten können, wenn sie auf verlässliche Kunden- und Vertragsdaten zugreifen können.

Was im Jahr 2020 verwunderlich klingen mag, ist aber anscheinend für viele Vermittler immer noch ein reales Problem. So erhoffen sich unter anderem 59 Prozent der Vermittler, in Zukunft automatisiert Daten abholen zu können. Jeweils etwa ein Drittel der Teilnehmer will dies nutzen, um den Zeit- und Verwaltungsaufwand bei der Pflege von Bestandsdaten zu verringern und endlich den bereits vorhandenen Kundenanforderungen gerecht zu werden. Insgesamt sind 74 Prozent der Vermittler überzeugt, dass eine bessere Datenqualität und ein schnellerer Datentransfer zwischen Versicherern und Maklern ihren Vertriebserfolg steigern würde.

Dazu mobilversichert-Geschäftsführer Dr. Mario Herz: „Die Corona-Krise hat gezeigt, dass im Versicherungsvertrieb noch immer eine enorme Lücke zwischen den Kundenerwartungen und dem aktuellen Angebot klafft. Makler brauchen dringend technologische Unterstützung, wenn sie Kunden zeitgemäß beraten und betreuen und sich neben Online-Konkurrenten behaupten wollen."

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