Menschen ohne Krankenversicherung und wie sie zu beraten sind

Florian Burghardt Berater

Dieser Vorwurf sei aber nicht (ganz) korrekt, betont man beim PKV-Verband. Tatsächlich würden schon seit Jahren mehrere private Krankenversicherer ein freiwilliges Modell anbieten, das de facto Ratenrückzahlungen entspricht. „Der nun wieder Versicherte erhält dann auf seinen PKV-Beitrag einen Säumniszuschlag, durch den die Beitragsschuld über die Zeit abgetragen wird“, so der Verbandssprecher.

Auch finanzielle Unterstützung ist möglich. Wer etwa in den PKV-Basistarif zurückkehrt und seine Bedürftigkeit nachweist, kann eine Beitragsentlastung um 50 Prozent erhalten. Die andere Hälfte der monatlichen Kosten wird dann vom zuständigen Sozialträger übernommen. Auch für bedürftige GKV-Beitragsschuldner bestehen gemäß § 26 SGB II und § 32 SGB XII Ansprüche auf steuerfinanzierte Zuschüsse für die KV-Beiträge.

Wer als Makler einer nicht krankenversicherten Person eine neue private Krankenvollversicherung vermittelt, hat Anspruch auf die übliche Courtage. Laut dem PKV-Verband gelten hier keine Sonderregelungen. Für die Vermittlung in die GKV werden häufig nur knapp 100 Euro Provision gezahlt. Allerdings kann sich eine hilfreiche Beratung hier auch verzögert auszahlen, indem der GKV-Schutz zum Beispiel noch durch private Krankenzusatzversicherungen ergänzt wird. Wenn der Kunde finanziell wieder auf die Beine gekommen ist, sind außerdem auch Cross Selling-Effekte möglich.

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