Geteilte Maklerprovision: Wo der Immobilienkauf günstiger wird

Florian Burghardt Sachwerte

Fraglich ist natürlich, ob die neue Regel nur auf dem Papier wirken wird. Schließlich könnten die Verkäufer, die die Courtage bislang vollständig weitergereicht haben, ihren zukünftigen Anteil einfach in den Verkaufspreis der Immobilie einrechnen.

Eine Analyse des Portals Immowelt zeigt allerdings, dass der Erwerb über den Makler meistens günstiger ist als direkt vom privaten Verkäufer. Dafür hat Immowelt seine gelisteten Inserate aus 11 deutschen Großstädten miteinander verglichen. Demnach ist, unter Anwendung der bisherigen Provisionsregelung, der Quadratmeter-Kaufpreis beim Makler in 9 Städten günstiger. In Berlin beispielsweise kostet der Quadratmeter von privat durchschnittlich 4.790 Euro, vom Makler 4.180 Euro (-13 Prozent). In Essen liegt der Unterschied sogar bei -32 Prozent (2.320 gegenüber 1.580 Euro). Lediglich in Frankfurt am Main (+11 Prozent) und Köln (+7 Prozent) liegt der Maklerpreis über dem des Privatverkäufers. Laut Immowelt liegt das hauptsächlich daran, dass private Anbieter den Wert ihrer Immobilie zu hoch einschätzen.

Den Studienautoren zufolge würde das neue Gesetz die Quadratmeterpreise beim Immobilienmakler in 4 Bundesländern verbessern. Damit würden diese in Berlin (-16 Prozent), Bremen (-9 Prozent) und Hamburg (-6 Prozent) noch deutlicher unter den Preisen von privat liegen. In Frankfurt am Main würde der Quadratmeter laut Hochrechnung nur noch 8 Prozent mehr Kosten als beim Erwerb über einen Privatverkäufer.

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