Generali: Corona dämpft Konzernerfolg

Florian Burghardt Versicherungen

Bei der italienischen Konzernmutter der deutschen Generali hat die Corona-Krise bereits im ersten Quartal 2020 den Gewinn einbrechen lassen. Wie stark dieser zurückging und welche Lichtblicke es dennoch gibt.

Ob die Generali im Corona-Pandemie-Jahr 2020 geschäftlich noch hoch hinauskommen wird, ist fraglich.

Ob die Generali im Corona-Pandemie-Jahr 2020 geschäftlich noch hoch hinauskommen wird, ist fraglich. Bild: Generali

Die italienische Muttergesellschaft der deutschen Generali hat die Corona-Krise bereits im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 zu spüren bekommen. Um satte 631 Millionen Euro ging der Gewinn des Versicherers im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Er lag damit noch bei 113 Millionen Euro (-85 Prozent).

Eigentlich waren die Monate Januar und Februar relativ normal verlaufen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben sich erst im März gezeigt, dafür aber umso einschneidender. Hier berichtete die italienische Konzernleitung gestern von 655 Millionen Euro an Kursverlusten bei Kapitalanlagen im Wertpapierbereich.

Nach dem Kurssturz kommen die Schäden

Der Gewinneinbruch im ersten Quartal könnte durch steigende Kurse wieder gutgemacht werden, prognostiziert der Vorstand. Die tatsächlichen Versicherungsschäden würden aber wohl erst noch kommen. Im Laufe des Jahres erwartet man bei der Generali noch etwa 100 Millionen Euro an weiteren Schadenkosten in der Schaden-/Unfall-Versicherung und auch ganz konkret in der Reiseversicherung. Außerdem werden noch etwa 150 Millionen Euro Einbußen im Bereich Miet- und Dividendeneinnahmen erwartet.

Für das ganze Jahr 2020 sieht Generali-CFO Cristiano Borean den negativen Einfluss der Pandemie „nur“ bei einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag. Dazu könnten wiederum weniger Schäden in der Kfz-Versicherung und anderen Komposit-Sparten beitragen. Hier ging die Combined-Ratio um zwei Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf nun 89,5 Prozent zurück. Im zweiten Quartal könnte die Quote, bedingt durch die wochenlangen Ausgangsbeschränkungen in vielen Ländern, noch geringer ausfallen.

Allerdings kündigte die Konzernführung auch Sparmaßnahmen an. So wolle man unter anderem die Reisekosten der Mitarbeiter senken, aber auch von einem allgemeinen Kostensenkungsprogramm war die Rede. Von Stellenabbau ist bislang aber nicht die Rede. Zur Unterstützung seiner Vermittler und weiterer Corona-Geschädigter hat der Konzern erst einmal einen Fonds im Wert von 100 Millionen Euro bereitgestellt.

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