Cyber-Versicherung: Das lange Warten auf den Kunden

Florian Burghardt Berater Versicherungen

Die Cyber-Versicherung sei für Hiscox ein herausforderndes, aber profitables Geschäftsfeld, heißt es. Neben steigendem Interesse bei Privatkunden würde man vor allem bei den gewerblichen Policen wachsen. Ob die Corona-Krise mit vermehrter Arbeit im Homeoffice zu einem Boom bei den Vertragsabschlüssen führe, könne man zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht beantworten.

Ähnlich sieht es Kaspar Bonleitner. Der Versicherungsmakler aus dem bayerischen Bad Endorf ist schon seit Jahren in der Vermittlung von Cyber-Versicherungen aktiv. Neun von zehn Cyber-Kunden sind bei ihm Firmen. „Aus unserer Sicht haben die Abschlusszahlen sich in den letzten Wochen nochmals leicht nach oben verschoben“, berichtet Bonleitner. Der Verkauf hänge aber oftmals vom Risikobewusstsein der jeweiligen Geschäftsleitung ab und habe aus seiner Sicht nicht mit der Corona-Krise zu tun.

Dennoch glaubt der Makler, dass in der jetzigen Phase vielen Entscheidern klar werde, dass ein dezentrales Arbeiten auch ein höheres Risiko im Betrieb bedeutet. Bonleitner: „Der Absatz von Cyber-Policen, aber auch die Wahrnehmung bei den Mandanten in Bezug auf die Risikolage haben in den letzten beiden Jahren stark zugenommen.“ Möglicherweise führt diese Entwicklung, gepaart mit einem Anschub durch die Corona-Krise, endlich zu der Nachfrage, die man in der Cyber-Versicherung schon lange erwartet.

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