blau direkt kauft Bestand von Online-Makler Knip

Florian Burghardt Berater

blau direkt hat den Vertragsbestand des Online-Maklers Knip erworben. Für die Nutzer des digitalen Versicherungsordners kommt damit auch eine persönliche Beratungsvariante mit ins Spiel.

Der Lübecker Maklerpool blau direkt hat den Vertragsbestand des Online-Maklers Knip gekauft.

Der Lübecker Maklerpool blau direkt hat den Vertragsbestand des Online-Maklers Knip gekauft. Bild: Pixabay

Der Lübecker Maklerpool blau direkt hat den Vertragsbestand der Knip Deutschland GmbH gekauft. Der Kaufvertrag wurde zum 01.05.2020 vereinbart, die Bestandsübernahme findet per sofort statt. Die Marke Knip soll dabei erhalten bleiben. Um wie viele Verträge und Kunden es sich bei dem Deal handelt, wollten die Beteiligten auf procontra-Nachfrage jedoch nicht mitteilen.

Noch vor dem Erwerb des Bestands – auch über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart – hatte blau direkt die automatisierte Bestandsverwaltung des Digitalmaklers übernommen. Mit dem Bestandskauf soll nun auch die aktive Kundenbetreuung über blau direkt erfolgen. Zwar ändert sich für die Knip-Kunden grundsätzlich nichts, da der Dreh- und Angelpunkt für sie im digitalen Versicherungsordner der App bestehen bleibt. Die Software dahinter stammt nun aber aus der Robo-Technologie von blau direkt.

Persönliche Beratung möglich

Die neu gewonnenen Kunden werden also nicht direkt auf die Partner des Maklerpools aufgeteilt. Dieser kommt aber an geeigneter Stelle für einen analoge Ebene ins Spiel. „Wenn ein Kunde einen persönlichen Beratungstermin wünscht, wird ein Termin mit einem Maklerpartner von blau direkt vereinbart“, erklärte eine Sprecherin des Maklerpools gegenüber procontra.

Knip betrat vor etwa 5 Jahren als eines der ersten großen InsurTechs den deutschen Versicherungsmarkt. Nach ersten Akquise-Erfolgen hatte der damalige Chef und Gründer, Dennis Just, lautstark gegen klassische Makler ausgeteilt. Doch das junge Unternehmen musste auch viel Kritik aushalten, nachdem Nutzer der App ohne ihr Wissen ein Maklermandat für ihre Verträge an Knip abgegeben hatten. Später erfolgte der Schulterschluss mit der „old economy“, symbolisch durch die Mitgliedschaft im BVK.

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