bAV: Warum hohe Garantien ausgedient haben

Detlef Pohl Berater Top News

Die Courtageeinnahmen kommen dabei 2019 wie im Jahr zuvor zu knapp 80 Prozent aus Direktversicherungen, gefolgt von Unterstützungskassen (13,4 Prozent). Abgeschlagen sind Direktzusagen (3,0 Prozent), Pensionskassen (1,9 Prozent) und Pensionsfonds (1,4 Prozent). Knapp 40 Prozent (2018: 29 Prozent) der Maklerfirmen verzeichnete damit 2019 viel bessere bzw. eher bessere Courtageeinnahmen als 2018. Für 31 Prozent verschlechterte sich dagegen die Einnahmesituation

Große Herausforderungen

Größte Herausforderung im bAV-Geschäft ist die konsequente Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit der bAV für Arbeitgeber, sagen 66,8 Prozent der befragten unabhängigen Vermittler (und für Arbeitnehmer, meinen 63,4 Prozent). Auch die Niedrigzinspolitik ist ein kritischer Punkt, sagen 56,2 Prozent und damit nach 43,8 Prozent 2019 eine deutliche Steigerung (Mehrfachnennungen erlaubt). Knapp zwei von drei Befragten favorisieren die bAV als reine Altersversorgung, während beim Rest die Firmenkunden auch Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen wünschen.

Als bevorzugte Produktkategorien in der bAV dominieren weiter fondsgebundene Produkte mit Garantien, sagen 60,3 Prozent der Befragten – siehe Grafik. Danach folgen fondsgebundene Lösungen ohne Garantie (45 Prozent). Abgeschlagen auf dem letzten Platz rangieren alte und neue Klassik-Produkte (14,2 Prozent), wobei wieder Mehrfachnennungen erlaubt waren.

Die Studie nennt aus Maklersicht auch die Top-Anbieter von nur zwei der fünf bAV- Durchführungswege. Bei der Direktversicherung ist es unangefochten die Allianz, gefolgt von Canada Life und Nürnberger, bei der U-Kasse ebenfalls die Allianz vor Nürnberger und Canada Life. Die Studie kann hier für 2.677,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer bezogen werden.

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