Rentenkommission: Was sie genau zur Altersvorsorge empfiehlt

Detlef Pohl Berater Versicherungen von Detlef Pohl

Die Rentenkommission sollte Vorschläge für einen nachhaltigen Generationenvertrag machen. Was dabei in dem 400-Seiten-Bericht tatsächlich in Sachen zusätzliche Altersvorsorge herauskam und was die Makler davon haben.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Vorschläge nun zeitnah prüfen.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Vorschläge nun zeitnah prüfen. Bild: picture alliance/Michael Kappeler/dpa

Kaum war der Bericht der „Kommission Verlässlicher Generationenvertrag“ Ende März veröffentlicht, wurde er schon intensiv kommentiert (procontra berichtete). Gründlich gelesen hatte den 127 Seiten umfassenden Bericht und die zusätzlichen 287 Seiten Materialien samt 67-seitigem Gutachten zu „Verfassungsmäßigen Grenzen für ein Obligatorium und von Opting-out-Modellen in der zusätzlichen Altersvorsorge“ zu diesem Zeitpunkt wohl kaum jemand.

Deswegen soll es an dieser Stelle nur darum gehen, was tatsächlich zu bAV und privater Altersvorsorge empfohlen wird, nachdem bereits am 27. März unmittelbar nach Vorstellung des Berichts ein erster Blick auf die Altersvorsorge geworfen worden war (procontra berichtete).

Konkrete Vorschläge zu zusätzlichen Altersvorsorge

Die Mitglieder der Kommission haben diese Vorschläge zur Stärkung der zweiten und dritten Säule der Altersvorsorge gemacht:

  • Geringverdiener sollen in der bAV besser gefördert werden: höhere Förderung als bisherige 2.200 Euro brutto und zugleich Dynamisierung der Fördergrenze,
  • Bei Riester-Produkten soll eine modifizierte Garantie mit angemessenem Verhältnis von Renditechancen, Sicherheiten und Risiken erlaubt werden statt der bisherigen vollen Beitragsgarantie,
  • Bei der Riester- und Basisrente sowie bAV soll der steuerliche Förderrahmen nachjustiert werden, um eine gleichmäßige nachgelagerte Besteuerung aller Wege zu erreichen – die Riester-Förderung soll auf 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze angehoben werden,
  • Riester- und Basisrenten-Förderung sollen vereint werden; die Zulagenförderung als Förderinstrument in der bAV bleibt erhalten - eine Ausweitung der SV-Freiheit von Vorsorgebeiträgen ist auszuschließen;
  • Die Grundzulage der Riester-Förderung wird erhöht und/oder eine Dynamisierung der Zulagenförderung gemäß Lohnentwicklung eingeführt - die Kinderzulage soll künftig für alle Geburtsjahre identisch sein;

Seite 1: Die ersten 5 Vorschläge
Seite 2: Die zweiten 5 Vorschläge und eine Kritik 

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